Aktuelles

Nachstehend finden Sie eine detaillierte Analyse zum aktuellen Entwicklungsstand der Industrie 4.0 in der trinationalen Region Oberrhein. Dieser Bericht " Readiness for Industry 4.0 " steht nun erstmal in Englisch zur Verfügung.  

Diese sehr aufschlussreiche aktuelle Diagnose unserer Region wurde von der Universität Strasbourg (verantwortlich), der CCI Alsace Eurométropole,  dem Fraunhofer ISI und weiteren Partnern durchgeführt. 

Upper Rhine 4.0 ist ein von französischen, deutschen und Schweizer Akteuren geleitetes Kompetenznetzwerk für Technologietransfer und Weiterbildung. Es umfasst 29 trinationale Partner: 

Vertretungsverbände der Unternehmen 

Hochschullehr- und Forschungseinrichtungen 

Entwicklungs- und Innovationsagenturen

 

Weitere Informationen zu Upper Rhine 4.0 finden Sie unter: https://upperrhine40.eu/de/ 

Zwischenbericht (PDF)

CAFA RSO hatte bereits im vergangenen Jahr in Strasbourg eine Veranstaltung zum Thema Gemeinwohl mit dem Vordenker dieser Bewegung, Christian Felber durchgeführt und möchte künftig auch auf diesem Gebiet mit dem Gemeinwohl-Forum-Baden bei verschiedenen Projekten zusammenarbeiten.

Zu diesen Bestrebungen paßte es gut, daß der deutsche Co-Präsident des CAFA RSO, Marduk Buscher, seinen seit 2013 verliehenen "Buscher-Media-Zukunftspreis" in diesem Jahr an das Gemeinwohl-Forum Baden e.V. verliehen hat.

Hier der Pressetext:

Achte Verleihung seit 2013

Baden-Baden/Bühl, 12. 7. 2020

Im Rahmen des „Zukunftsfestivals“ des Gemeinwohl-Forum-Baden e.V. sollte am 10.5.2020 der achte Buscher-Media-Zukunftspreis an den Verein verliehen werden, der 2012 zunächst als „Grünes Forum“ angetreten war, um die Welt „enkeltauglich“ zu gestalten.

Der erste „Zukunftsmarkt“ im Jahr 2012 war für den Baden-Badener Medien-Unternehmer Dr. Marduk Buscher Anlass, seinen „Buscher Media Zukunftspreis“ zu stiften. Selber nicht Mitglied des Gemeinwohl-Forums-Baden möchte der Preisstifter seine Auszeichnung in diesem Jahr dem Verein widmen, der mit anhaltendem Engagement, großer Kreativität und stetiger Wandlungsfähigkeit (was auch der Namenswechsel belegt) daran arbeitet, die Zukunft der Menschen auf der einzig zur Verfügung stehenden Erde gerechter und nachhaltiger zu gestalten.

Durch die Corona-Kampagne wird eine öffentliche Überreichung der Preisurkunde nicht möglich sein, da das „Klima-Mitmach-Festival“, wie es mittlerweile heißt, auf einen Zeitpunkt nach Corona verschoben werden muss. Deshalb wird der Preis am 12. 7. 2020 im Rahmen einer nicht öffentlichen Feierstunde im kleinen Kreis stattfinden.

In diesem Jahr wird der Buscher-Media-Zukunftspreis zum achten Mal verliehen. Die früheren Preisträger waren 2013 der ADFC, der das Preisgeld für eine Aktion mit der Lebenshilfe eingesetzt hat, und 2014 die Initiative „Plant-for-the-planet“ von Felix Finkbeiner mit ihrer weltweiten Aufforstungsaktion. Das Kinderhilfswerk NPH wurde 2015 für eine Solaranlage mit Ausbildungsaktivitäten auf Haiti ausgezeichnet, im Jahr 2016 erhielt den Preis der Verein AktivBrücke in Baden-Baden – stellvertretend für die gesamte Flüchtlingsarbeit der Bürgerschaft. 2017 wurde das humanitäre Engagement von „PalMed“, einem Zusammenschluß palästinensischer Ärzte und Apotheker, die von Deutschland aus ihren Landsleuten in den besetzten Gebieten Palästinas und in den Flüchtlingslagern in den Staaten rund um Israel leisten, gewürdigt. In 2018 wurde die Integrationsarbeit im Stadtteilzentrum Briegelacker in Baden-Baden ausgezeichnet und in 2019 der Verein „Dorf der Freundschaft in Vietnam“, welcher sich um Opfer des Vietnamkriegs kümmert.

Ökologie, Inklusion, Hilfe zur Selbsthilfe, Solidarität mit Krisenopfern sind also die Triebfedern des Engagements von Dr. Marduk Buscher, Gründer und bis Februar 2020 Geschäftsführer des kurstädtischen IT-Systemhauses „IT + Media Group GmbH“ sowie aktuell noch der „Media Consult Buscher GmbH“. Ihm liegt daran, einen „atmenden“ Preis zu vergeben, der abwechselnd internationales und lokales oder regionales Engagement belohnt.

Er möchte mit dem Preis konstruktive Initiativen auszeichnen, die „in den verschiedensten Bereichen des menschlichen Zusammenlebens den Keim einer Besserung, einer Entspannung, eines Hoffnungsschimmers pflanzen“.

Kontakt/Info:

Dr. Marduk Buscher, CAFA-RSO, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,  www.buscher-media.de : Preisstifter

Gemeinwohl-Forum-Baden : ausgezeichnete Initiative und Veranstalter des Zukunfts-Festivals/Klima-Mitmach-Festivals (www.zukunftsfestival.info). 

Raphaela Riedmiller-Kuttnick-Wicht, Vorsitzende des Gemeinwohl-Forums Baden e.V., empfängt "mittelbar" den Buscher Media Zukunftspreis 2020 von Dr. Marduk Buscher. Im Hintergrund beobachtet die Gastgeberin auf dem Demeter Öko-Bauernhof Decker, Helga Decker, die Aktion.

Pressemitteilung der Oberrheinkonferenz

Kehl, den 23.06.2020 

Mit nahezu 100.000 Grenzgängern und einer starken wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Verflechtung war die Grenzregion am Oberrhein besonders von den Maßnahmen der Covid-19 Pandemie in den letzten Monaten betroffen, insbesondere durch die eingeführten Grenzkontrollen. 

Bereits seit 2001 pflegen die Gesundheitsexperten aus dem Mandatsgebiet der Oberrheinkonferenz im Rahmen des Expertenausschusses Epi-Rhin, der derzeit von der Agence Régionale de Santé (ARS) geleitet wird, einen regelmäßigen Austausch. Aufgabe dieses Ausschusses ist der Unterhalt eines grenzüberschreitenden Meldesystems für übertragbare Krankheiten. Dieser Expertenausschuss EPI-Rhin hat sich am 03. Juni 2020 getroffen, um die eingerichteten grenzüberschreitenden Meldewege auch für COVID zu bestätigen und zu nutzen sowie die Maßnahmen zur Nachverfolgung von grenzüberschreitenden Infektionsketten zu harmonisieren. Die Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik hat in seiner Sitzung am 16. Juni 2020 festgestellt, dass das EPI-Rhin Netzwerk gut funktioniert. 

Herr Peter Zeisberger, Leiter der Arbeitsgruppe Gesundheitspolitik, Regierungspräsidium Karlsruhe: „Kurz nachdem Grenzkontrollen vollständig abgebaut wurden bleibt es wichtig, uns noch intensiver abzustimmen, um dafür Sorgen zu tragen, dass es zur Eindämmung einer möglichen zweiten Infektionswelle des Corona-Virus keiner derartig drastischen Maßnahmen – wie Grenzkontrollen und Schließung von Grenzübergängen - mehr bedarf.“ 

Dr. Emilie Baro, Leiterin des Expertenausschusses EPI-Rhin, ARS Grand Est: „Seit der dritten Maiwoche werden Infektionsketten von Covid-19 nachvollzogen, dies funktioniert auch grenzüberschreitend.“ Weiterhin informiert der Expertenausschuss wöchentlich über die Inzidenzrate in den Teilregionen am Oberrhein, die Neubelegung von Intensivbetten aufgrund von Covid-19 in den Krankenhäusern sowie auch über grenzüberschreitende Fallgestaltungen zu Covid-19. 

Frau Präfektin Josiane Chevalier – aktuelle Präsidentin der D-F-CH Oberrheinkonferenz – begrüßt diese Zusammenarbeit- „Wir werden die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere im Gesundheitsbereich und im Katastrophenschutz weiter ausbauen, um die Strukturen und Kommunikationswege besser zu verzahnen. Hiermit soll zukünftig schneller auf Notsituationen reagiert werden können, damit der Oberrhein weiterhin ein Modellraum für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa bleibt. 

GEMEINSAMES SEKRETARIAT / SECRETARIAT COMMUN / REHFUSPLATZ 11 / D-77694 KEHL TEL: +49 7851 9349 0 MAIL: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.oberrheinkonferenz.org / www.conference-rhin-sup.org 

Weitere Auskünfte: Gemeinsames Sekretariat der D-F-CH Oberrheinkonferenz 0049-7851/93490 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Quelle: Pressemitteilung Regionalverband Südlicher Oberrhein

Die Europäische Union fördert 13 neue grenzüberschreitende Projekte am Oberrhein mit insgesamt 8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Entscheidung über die Bereitstellung der Mittel fiel am Donnerstag, 25. Juni 2020, in der Sitzung des Begleitausschusses des europäischen Programms INTERREG in Strasbourg. Der Begleitausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Baden, der Südpfalz, dem Elsass und der Nordwestschweiz zusammen. Die Region Südlicher Oberrhein wird darin vom Regionalverband 10  Südlicher Oberrhein vertreten. 

„Die bewilligten Mittel machen die Projekte erst möglich“, betont der Verbandsvorsitzende des Regionalverbands, Otto Neideck. „Damit tragen die finanziellen Mittel der Europäischen Union zur Verfestigung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Region bei und sind gerade in der jetzigen Zeit ein wichtiges Zeichen“, so Neideck. 

Die geförderten Projekte betreffen unterschiedliche Themenbereiche. So werden etwa die Vorbereitungsmaßnahmen zur Renaturierung des Rheins und seiner Auen in den Naturschutzgebieten Taubergießen bei Rust, Kappel-Grafenhausen und auf der Île de Rhinau gefördert. Zur Ressourcenschonung und CO2-Reduzierung fließen Gelder nach Kehl/Strasbourg. Die nachhaltige Mobilität in der südlichen Ortenau wird mit der Förderung der Buslinie Lahr-Erstein vorangebracht. Auch die Hochschule Offenburg wird im Verbund des trinationalen Verbunds TriRhenaTech gefördert und will die grenzüberschreitende Mobilität der Ingenieure steigern. 

„Neben diesen größeren Projekten werden aber auch so-genannte Kleinprojekte gefördert“, erläutert der Verbandsdirektor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, Dr. Christian Dusch. Die Kleinprojekte dienen der Förderung von Bürgerbegegnungen und zur Steigerung Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Oberrhein als grenzüberschreitender Region. „Davon können auch Vereine profitieren, die grenzübergreifende Projekte durchführen wollen. Damit kann der Austausch der Zivilgesellschaft zielgerichtet unterstützt werden“, betonte Dusch. Bis Endes des Jahres 2020 können weiterhin Förderanträge für Kleinprojekte eingereicht werden. Über 240.000 Euro an INTERREG-Geldern stehen noch zur Verfügung. Potenzielle Interessierte können sich für mehr Informationen zur Förderantragstellung an das INTERREG-Sekretariat oder an den für sie zuständigen Eurodistrikt wenden. 

Angenommene Projekte (Auswahl) 

* Das Projekt Rhinaissance beabsichtigt die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Renaturierung des Rheins und seiner Auen in den Naturschutzgebieten Taubergießen in Deutschland und auf der Île de Rhinau in Frankreich (Untersuchungsgebiet von ca. 19 km²). Auf Grundlage der Studienergebnisse wird der beauftragte Dienstleister verschiedene Szenarien zur Renaturierung und ökologischen Aufbereitung dieses Gebiets skizzieren. Bei der Machbarkeitsstudie handelt es sich um die Vorbereitungen zur Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen. (Projektpartner: Regierungspräsidium Freiburg, Gemeinden Rust und Kappel-Grafenhausen, Landkreis Emmendingen, Ortenaukreis und andere; Europäische Fördermittel: 169.000 Euro.) 

* Die Eurometropole Strasbourg, die Stadt Kehl und ihre Partner streben im Zuge einer nachhaltigen grenzüberschreitenden Stadtentwicklung an, ihre Ressourcen und Energienutzung in Teilen zu vergemeinschaften. Dafür soll das Abwärmepotenzial der Badischen Stahlwerke (BSW) im Kehler Hafen für die Wärmenetze des Ballungsraumes genutzt werden. So kann das Projekt Wärmerückgewinnung BSW ein nachhaltigeres und kohlenstoffärmeres Heizen ermöglichen. Zur Umsetzung des Projektes soll ein deutsch-französisches Unternehmen gegründet werden, welches mit Bau und Betrieb der Wärmetransportleitung beauftragt sein wird. (Projektpartner: Eurométropole de Strasbourg, Stadt Kehl und andere; Europäische Fördermittel: 1.043.000 Euro.) 

* Durch die Einführung einer regelmäßig getakteten grenzüberschreitenden Buslinie zwischen Lahr und Erstein sollen die beiden Städte mittels eines nachhaltigen ÖPNV-Angebots miteinander verbunden werden. Das von der Région Grand Est getragene Projekt ist für die breite Öffentlichkeit angelegt und der Bus soll in einer Frequenz von sechs Hin- und Rückfahrten am Tag zwölf Haltestellen anfahren. Durch den Ausbau des Verkehrsnetzes wird zusätzlich die Anbindung an Bus und Bahn auf beiden Seiten der Grenze verbessert. (Projektpartner: Région Grand Est, Ortenaukreis, Eurodistrict Strasbourg-Ortenau und andere; Europäische Fördermittel: 529.000 Euro.) 

* Die drei Rheinbrücken zwischen Chalampé und Neuenburg bilden eine wichtige Verbindung zwischen dem südlichen Elsass und dem Markgräflerland. Sie sind zugleich Knotenpunkte für die Vielzahl an dort verlaufenden grenzübergreifenden Radwegen. Doch gerade für Radfahrer und Fußgänger gestaltet sich, mangels notwendiger Sicherheitsmaßnahmen, der Übergang über diese Brücken schwierig oder sogar gefährlich. Im Rahmen des Projekts Chalampé – Neuenburg mit dem Rad soll vorerst eine Machbarkeitsstudie geeignete technische Lösungen liefern, wie die Sicherung des Fußgänger- und Radverkehrs auf den Brücken zwischen Chalampé und Neuenburg erfolgen kann. Längerfristig wird das Ziel verfolgt, den Zustand, Komfort und die Sicherheit der Brücken für Radfahrer und Fußgänger zu erhöhen. Auch im Zuge der Landesgartenschau 2022 (www.neuenburg2022.de), ein touristischer Magnet für Radfahrer, soll diesen eine erhöhte Sicherheit gewährt werden können. (Projektpartner: Mulhouse Alsace Agglomération, Stadt Neuenburg am Rhein und andere; Europäische Fördermittel: 45.000 Euro.) 

* TriRhenaTech ist eine Allianz der in der angewandten Wissenschaft, grenzüberschreitend forschenden und vernetzten Hochschulen in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein. Ziel des Projektes MINT-Ing: Internationale Mobilität der Ingenieure ist es, die Studierenden für das Potenzial des Arbeitsmarkts im Oberrhein zu sensibilisieren und somit dessen Wirtschaftsstruktur zu stärken. Mittels in den Studiengängen integrierter grenzüberschreitender Mobilitätsmaßnahmen soll der Erwerb interkultureller Kompetenzen die Studierenden zusätzlich qualifizieren. Im Rahmen des Projekts sollen unter anderem interkulturelle Sommeruniversitäten organisiert, Mobilitätsprojekte zwischen den Hochschulen der TriRhenaTech Allianz ermöglicht und eine Plattform mit Praktikumsangeboten eingerichtet werden. (Projektpartner: Hochschule Offenburg und andere; Europäische Fördermittel: 217.000 Euro.) 

* Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 sollen dank des Projekts Rheingold: Spannende E-S(ch)atzsuche am Oberrhein von einem digitalen, sprachgesteuerten Lernspiel profitieren, welches den Erwerb elementarer Kompetenzen im Bereich der beruflichen Kommunikation auf Deutsch und Französisch ermöglicht. Das Lernspiel stellt auch die bestehenden grenzüberschreitenden Ausbildungsmöglichkeiten und zukunftsträchtigen Berufsbranchen im Oberrhein vor. Zur Einbindung der Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung des digitalen Lernspiels werden grenzüberschreitende Klassenbegegnungen in Form von „Mini-Hackathons“ organisiert. Die Projektpartner beabsichtigen so und mittels einer großangelegten Kommunikationskampagne rund um das Projekt, das Interesse der Jugendlichen an einer grenzüberschreitenden Ausbildung möglichst früh zu wecken. (Projektpartner: Conseil départemental du Haut-Rhin, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Regierungspräsidium Freiburg, Handwerkskammer Freiburg und andere; Europäische Fördermittel: 139.000 Euro.) 

Seit Jahren schon hat das Elsass mit einem Mangel an qualifizierten Deutschlehrkräften zu kämpfen. Damit die zweisprachige Schulbildung nicht nur weiter fortgeführt, sondern auch verstärkt verbreitet werden kann, hat der Verein „Eltern Alsace“ gemeinsam mit seinen deutschen und französischen Partnern das Projekt RecrutOR ins Leben gerufen. Damit soll eine trinationale Plattform am Oberrhein zur Förderung, Sensibilisierung und Rekrutierung im Hinblick auf die Berufe der zweisprachigen Schulbildung sowie der Förderung der Regionalsprache im Elsass geschaffen werden. Mittels einer strukturierten Kommunikationskampagne auf den Ausbildungs- und Rekrutierungsplattformen der Oberrheinregion und geeigneter Fortbildungsmaßnahmen, soll das Interesse für Berufe im zweisprachigen Lehrbetrieb geweckt werden. Langfristig bleibt das Ziel, einen deutschsprachigen Bewerberpool zu erstellen und so die Bedürfnisse an Lehrkräften stets decken zu können. (Projektpartner: Eltern Alsace, IHK Südlicher Oberrhein, Handwerkskammer Freiburg, Agentur für Arbeit Freiburg und andere; Europäische Fördermittel: 293.000 Euro) 

Dank der finanziellen Unterstützung durch das INTERREG-Programm wird der deutsch-französischen Wasserschutzpolizeistation in Kehl die Anschaffung eines schweren Polizeiboots ermöglicht. Durch eine gemeinsame technische Ausstattung wird das deutsch-französische Team des Polizeiboots die Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen auf dem Rhein verstärken können. Das Schnellboot wird mit den modernsten Technologien und einer umweltschonenden Motorisierung ausgestattet sein. (Projektpartner: Direction générale de la Gendarmerie nationale, Hafenverwaltung Kehl, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oberrhein – Freiburg und andere; Europäische Fördermittel: 618.000 Euro.) 

INTERREG Oberrhein – das EU-Förderprogramm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit 

Der Begleitausschuss des Programms INTERREG Oberrhein setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Baden, der Südpfalz, dem Elsass und der Nordwestschweiz zusammen. Die Europäische Union hat dem Begleitausschuss die Vergabe der Fördermittel für regionale Kooperationsprojekte übertragen. Gefördert werden Projekte, die einen besonders dauerhaften Effekt für die grenzübergreifende Oberrheinregion haben. Das europäische Programm verfügt für den Zeitraum von 2014 bis 2020 über insgesamt 109,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2014 wurden in den Bereichen Forschung, Mobilität, Umweltschutz, Arbeit, Tourismus und Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden und der Zivilgesellschaft bereits 147 Projekte auf den Weg gebracht. 

Europa macht’s möglich – seit 30 Jahren! 

Das INTERREG-Programm am Oberrhein feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Mit der Online-Kampagne „30 Geschichten aus 30 Jahren“ können Sie jede Woche von einem in den vergangenen 30 Jahren am Oberrhein geförderten Projekt, einer Struktur oder Themengebieten erfahren. Informationen zu dem Programm und zu 30 Jahren INTERREG am Oberrhein finden Sie unter www.interreg-oberrhein.eu.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Referentinnen für Öffentlichkeitsarbeit des INTERREG-Sekretariats bei der Région Grand Est gerne zur Verfügung (Anne-Sophie Mayer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. +33 388 15-3810;  Aline Schwoob, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. +33 388 15-6486). 

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein (www.rvso.de) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Freiburg und besteht aus der Verbandsversammlung, dem politischen Hauptorgan, und der Geschäftsstelle. Die 80 Mitglieder der Verbandsversammlung werden vom Gemeinderat der Stadt Freiburg sowie den Kreistagen der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Ortenaukreis gewählt. Die Regionalrätinnen und -räte repräsentieren die geografische Vielfalt und parteiliche Zusammensetzung der Region. Der gesetzliche Auftrag des Regionalverbands umfasst die Regionalplanung, die Landschaftsrahmenplanung sowie Maßnahmen zur Stärkung der teilräumlichen Entwicklung, zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Institutionen und zur Abstimmung raumbedeutsamer Maßnahmen. Als Plan- und Impulsgeber unterstützt und berät der Regionalverband die Städte und Gemeinden in allen planungsrelevanten Fragen. Er versteht sich bei der Vertretung regional bedeutsamer Interessen gegenüber Bund und Land als „Sprachrohr der Region“.

Artikel (PDF)

35 Jahre nach Abschluss des Vertrages von Schengen fordern französische und deutsche Organisationen und Vereine aus Deutschland und Frankreich in einer gemeinsamen Aktion die Politik zur dauerhaften Gewährleistung der europäischen Freizügigkeiten auf:

Pressemitteilung

Am 14. Juni 1985 waren durch die Verträge von Schengen die europäischen Binnengrenzen aufgehoben worden. Im März 2020 wurden die einstigen Staatsgrenzen zwischen Deutschland und einigen seiner europäischen Nachbarstaaten wieder geschlossen. Die Neueinrichtung der früheren Grenzen wurde mit der Corona-Pandemie begründet und sie bestehen bis zum heutigen Tage fort, obwohl sich das Infektionsgeschehen diesseits und jenseits des Rheins nicht mehr wesentlich unterscheidet.

Die Grenzschließungen widersprechen den uns Bürgerinnen und Bürgern erklärten Prinzipien der Reisefreiheit sowie des einheitlichen Arbeits- und Lebensraumes innerhalb der Europäischen Union. Im Fall der deutsch-französischen Grenze widerspricht die Grenzschließung auch dem Geist des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages von Aachen vom 22. Januar 2019. Der behauptete Schutz vor einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus durch Grenzschließungen ist bis heute nicht belegt.  Vielfach belegt sind hingegen massive Schädigungen freundschaftlicher, familiärer und beruflicher Beziehung zwischen den europäischen Nachbarn durch die Grenzschließungen selbst, sowie durch die Art der seither durchgeführten Grenzkontrollen und der eingeführten Verbote für Pendler. In manchen Köpfen und Herzen ist eine Grenze zurückgekehrt. 35 Jahre nach Abschluss des Vertrages von Schengen fordern die unten aufgeführten Veranstalter aus Deutschland und Frankreich in einer gemeinsamen Aktion die Politik zur dauerhaften Gewährleistung der europäischen Freizügigkeiten auf.

Ort:  Passerelle de deux rives Kehl – Strasbourg 

Zeit: 14. Juni 2020 um 15 – ca. 16 Uhr

Programm:  - Verlesung unserer Forderungen an die Politik (siehe Anlage) - Kurz-Statements von Bürgerinnen und Bürger der Region - Musikbeiträge 

Ähnliche Veranstaltungen sind an diesem Tag entlang der Grenze von Schengen bis Basel u.a. in folgenden Städten geplant: Schengen, Sarreguemines, Lauterbourg, Kehl-Strasbourg, Marckolsheim-Breisach, Saint-Louis – Weil.

Die Veranstalter der Aktion in Kehl-Strasbourg /  Les organisateurs de l'action à Kehl/Strasbourg :  Lions-Club Strasbourg Metropole Europe; Europa-Union Kehl; Ensemble pour L´Europe de Strasbourg; Verein Garten // Jardin;  Jeunes Européens Strasbourg;  Unir l´Europe; Pulse of Europe Offenburg; Conseil citoyen Port du Rhin-Strasbourg; Deutsch-Französischer Wirtschaftsclub Oberrhein;  

Kontakt: Peter CLEISS  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  +49 176 2130 5338 ;  Jacques SCHMITT Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +33 6 51 43 87 91 

Aufruf (PDF) Schengen 2.0 - GEMEINSAM - SICHER - GRENZENLOS

Wir weisen auf eine Initiative des Verbands "Zweisprachiges Elsass" hin, dessen Aufruf zur Finanzierung des Fremdsprachenunterrichts wir nachstehend veröffentlichen. 

Aufruf zur Querfinanzierung des Unterrichts für Französisch und Deutsch am Oberrhein

Die deutsch-französische Zusammenarbeit wird, sowohl im Hinblick auf die Verständigung und die Kommunikation zwischen den Bürgern und Bürgerinnen wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht,

insbesondere auf der Ebene der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, umso erfolgreicher werden, je besser die jeweilige Partnersprache beherrscht und die deutsch-französische Zweisprachigkeit gefestigt wird.

Es ist jedoch offensichtlich, dass die Kenntnis und die Beherrschung der deutschen Sprache in den an Deutschland angrenzenden französischen Gebieten und umgekehrt der französischen Sprache in den an Frankreich angrenzenden deutschen Gebieten erheblich abgenommen haben. Frankreich kann der Rückgang der Beherrschung der französischen Sprache in Deutschland ebenso wenig gleichgültig bleiben, wie umgekehrt auch Deutschland der Rückgang der Beherrschung der deutschen Sprache in Frankreich.

Diese Feststellung ist in Bezug auf die Region Oberrhein aufgrund der historischen und kulturellen Bindungen, die diese Region charakterisieren, von besonderer Bedeutung: Die deutsche Sprache besitzt im Elsass historisch betrachtet einen besonderen Stellenwert und sie ist dort auch offiziell als Regionalsprache anerkannt. Umgekehrt kommt der französischen Sprache in Baden aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft Badens zu Frankreich und den traditionell engen Verbindungen und Verflechtungen zwischen Baden und Frankreich eine besondere Bedeutung zu.

Mit Blick auf eine anzustrebende deutsch-französische Zweisprachigkeit sind beide Länder aufeinander angewiesen. Jedes Land braucht die aktive Unterstützung des anderen, um im Partnerland auf bestmögliche Weise die erforderlichen Sprachkenntnisse zu fördern. Abgesehen von den Maßnahmen, die jeder Staat für sich selbst ergreifen muss, um die Kenntnis der Sprache des Partners in seinem eigenen Hoheitsgebiet zu stärken, ist es eine unverzichtbare Notwendigkeit, dass im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft jeder Staat darüber hinaus verpflichtet wird, seine eigene Sprache auch bei der Bevölkerung des befreundeten Landes zu fördern. Mit anderen Worten: Frankreich muss ermutigt werden, Maßnahmen zugunsten der französischen Sprachkenntnisse in Deutschland zu ergreifen und gleichzeitig muss Deutschland ermutigt werden Maßnahmen zugunsten deutscher Sprachkenntnisse in Frankreich zu ergreifen.

Diese Hilfe kann verschiedene Formen annehmen: Bereitstellung von Pädagogen oder Lehrern, Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Aufnahme von Studenten aus dem Nachbarland in die eigenen Ausbildungseinrichtungen, aber auch finanzielle Unterstützung für Bildungsprogramme, für öffentliche oder privaten Vereine, die sich im Partnerland engagieren.

Es ist wünschenswert, dass sich entsprechende Formen der sprachlichen Förderung in einer gewissen Parallelität entwickeln. Jeder Partnerstaat und / oder die Gebietskörperschaften, die ihm angehören, könnten sich so durch die Bereitstellung finanzieller Mittel dazu verpflichten, die eigene Sprache im jeweiligen Nachbarland zu fördern. Frankreich würde sich zum Beispiel verpflichten, eine Förderung für die Kenntnis der französischen Sprache in Baden-Württemberg in Höhe von 1 Million Euro bereitzustellen, während Deutschland und Baden-Württemberg sich zu einem Betrag in gleicher Höhe für die Förderung der deutschen Sprache im Elsass verpflichten würden.

Wir appellieren an die gewählten Amtsträger aller politischen Ebenen und an alle kulturellen Vereinigungen auf beiden Seiten des Rheins, insbesondere aber an die oberrheinischen Gebietskörperschaften, an die Organe und Gremien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, an die Eurodistrikte, an den Begleitausschuss der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und an die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung, diesen Vorschlag mit allem Nachdruck zu unterstützen.

Fédération Alsace bilingue / Verband zweisprachiges Elsass

PDF

 

Wir möchten Sie auf diesen interessanten Artikel des Deutschlandfunks vom 30.5.2020 aufmerksam machen:

„In Frankreich und Luxemburg war die Irritation groß, als Deutschland einseitig die Straßen verbarrikadierte und aus Angst vor der Coronavirus-Ausbreitung die Grenzübergänge schloss. Plötzlich spielte die Herkunft wieder eine Rolle. Dabei waren die Grenzen im Dreiländereck schon fast vergessen.“

Gesamter Artikel unter: 

https://www.deutschlandfunk.de/corona-sorgen-im-dreilaendereck-wo-die-wiederbelebung-der.922.de.html?dram:article_id=477644

 

Wir bedanken uns bei der Rechtsanwaltskanzlei Valoris Avocats, die uns gestattet hat, diesen sehr vollständigen und informativen Überblick (in französischer Sprache) zu veröffentlichen. Die Zusammenfassung über die verschiedenen Maßnahmen, die in Paris und Berlin beschlossen wurden, dient als Orientierungshilfe für französische Unternehmen, die Niederlassungen in Deutschland unterhalten sowie für deutsche Unternehmen, die Niederlassungen in Frankreich haben. Die Tabelle wurde in Kooperation mit Valoris Avocats erstellt für die Mai-Ausgabe der Zeitschrift "Acteurs du Franco-Allemand".

Übersicht über Covid-19-Maßnahmen (PDF)

 

Der Oberrheinrat und deutsche Politiker aus allen Lagern, u. a. Herr Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg, Frau Syliva Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen), Herr Kai Whittaker (CDU), Herr Jonas Weber (SPD) und Herr Christian Jung (FDP) setzen sich für die Öffnung der Grenzen am Oberrhein ein. Nachstehend finden Sie ihre Stellungnahmen. Auf der französischsprachigen Seite dieser Homepage (https://www.cafa-rso.eu/index.php/fr/actualites) finden Sie darüber hinaus eine Stellungnahme von Herrn Sylvain Waserman, Vize-Präsident der französischen Nationalversammlung und Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, Herrn Luc Heimburger, Präsident der CCI Alsace Eurométropole und Sprecher der Wirtschaftssäule der Trinationalen Metropolregion Oberrhein.

Winfried Hermann, Minister für Verkehr, Baden-Württemberg

"Liebe Mitglieder des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein,

wir Europäerinnen und Europäer stehen gemeinsam vor enormen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, die wir in dieser Form noch nie gesehen haben.

Die Infektionszahlen gehen glücklicherweise zurück, bei uns in Baden-Württemberg und auch in ganz Europa, und jetzt geht es darum, den Weg hin zu einer neuen Normalität zu beschreiten. Große persönliche Einschränkungen aller waren für diesen Erfolg in den letzten Monaten notwendig: Was für uns bis dahin Normalität war, war plötzlich nicht mehr möglich. Die Grenzen waren geschlossen. Familien, Freundeskreise, Paare waren getrennt und auch geschäftliche Kontakte waren erschwert. Unsere gemeinsame europäische, französisch-deutsche Identität wurde auf die Probe gestellt und Sie alle haben Opfer gebracht. Einige haben auch persönliches Leid erleben müssen.

Gerade erst haben unsere beiden Regionen einen Vertrag zur engeren Zusammenarbeit im Schienenpersonennahverkehr unterschrieben und nun mussten plötzlich wieder Zugänge geschlossen werden. Pendlerinnen und Pendler mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen oder weite Umwege fahren.

Jetzt geht es darum eine gemeinsame Antwort zu finden. Die Pandemie und die weitreichenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen können wir nur mit einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden und klimafreundlichen Antwort besiegen. 

Seien Sie sich meiner Solidarität gewiss und wenn es am Ende nur dieser bescheidene Zuspruch in Form eines Grußwortes ist.

Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen!

Ihr Winfried Hermann

Minister für Verkehr, Baden-Württemberg"

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Grenzkontrollen am Oberrhein: Für die Wiederherstellung der grenzüberschreitenden Normalität 

Das Präsidium des Oberrheinrats, dem trinationalen Parlament der Oberrheinregion, steht seit Beginn der Gesundheitskrise in engem Austausch. In der gestrigen Telefonkonferenz besprachen der Präsident und die drei Vize-PräsidentInnen die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich der Covid-19- Pandemie und bekräftigten dabei die Forderung des Vorstands des Oberrheinrats vom 24. April 2020, die Grenzen schnellstmöglich wieder für die gesamte Bevölkerung zu öffnen. 

Das Präsidium des Oberrheinrats, bestehend aus Josha Frey (Landtag Baden-Württemberg), Dr. Christian von Wartburg (Grosser Rat des Kantons Basel-Stadt), Theo Kautzmann (Stadt Landau i.d. Pfalz) und Claudine Ganter (Region Grand Est), unterstützt die Forderung der Ko-Vorsitzenden des Vorstands der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung durch den Wegfall der Einreisebeschränkungen die grenzüberschreitende Normalität schnellstmöglich wiederherzustellen. Insbesondere die Ausarbeitung grenzüberschreitender Pandemiestrategien, die die Lebensrealität in den Grenzräumen berücksichtigen, steht in den kommenden Monaten im Vordergrund. 

„Da sich die Infektionszahlen am gesamten Oberrhein weiterhin annähern, ist es nicht mehr vermittelbar, wieso man ohne ‚triftigen Grund‘ von Freiburg nach Offenburg reisen darf, nicht aber nach Colmar oder Basel. Gegenseitiger Austausch und gute Kontakte über die Grenze hinweg sind entscheidend für die tragfähige persönliche und wirtschaftliche Entwicklung in den Grenzregionen“, sagte Josha Frey, Präsident des Oberrheinrats. 

Die Entscheidung der Landesregierung Baden-Württemberg, Pendlerinnen und Pendlern ab Montag, den 11 Mai 2020 wieder Einkäufe auf dem Arbeitsweg zu ermöglichen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die zuständigen Stellen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz müssen koordiniert auf weitere Erleichterungen beim Grenzübertritt hinarbeiten, um langfristige negative Auswirkungen auf die grenzüberschreitende Mobilität zu vermeiden. Die Wiederöffnung der Grenzen wäre nicht nur eine Erleichterung für den Alltag der Bürgerinnen und Bürger der Oberrheinregion, sondern könnte auch positiv zu einer schnellen wirtschaftlichen Erholung in der Zeit nach der Krise beitragen.

Gesamter Artikel (pdf)


Sylvia Kotting-Uhl, Bündnis 90/Die Grünen

Der über Jahrzehnte gelebte europäische Gedanke in der Europäischen Union zeichnet sich unter anderem durch seine über die einzelnen Mitgliedsstaaten hinausgehende Freiheit aus, eben nicht nur wirtschaftlich, sondern insbesondere auch zwischenmenschlich. Grenzüberschreitende Beziehungen sind gelebte europäische Gemeinschaft. Seit beinahe sieben Wochen aber können sich aufgrund der Corona bedingten Grenzschließungen unverheiratete Paare nicht mehr sehen, müssen Kinder auf Bezugspersonen verzichten. Grenzpendler*innen sind starken Einschränkungen ausgesetzt, was auch unsere Unternehmen vor eine große Belastungsprobe stellt. Grenzschließungen als Mittel zur Eindämmung der Pandemie waren als erste Reaktion für einen kurzen Zeitraum nachvollziehbar. Eine langanhaltende Schließung der Grenzübergänge und anhaltende Kontrollen ohne klaren Plan zur erneuten Öffnung sind aber nicht weiter hinnehmbar - auch in Zeiten der Krise muss unter Wahrung des Infektionsschutzes der Grenzübertritt innerhalb eines vereinten Europas möglich sein!


Kai Whittaker, MdB, CDU, vertritt seit 2013 den Bundestagswahlkreis Rastatt (Landkreis Rastatt/Stadtkreis Baden-Baden) im Deutschen Bundestag. Gemeinsam mit anderen CDU-Bundestagsabgeordneten aus Grenzregionen kämpft er in Berlin für eine Öffnung der Grenzen.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-abgeordnete-fordern-oeffnung-der-grenzen-a-a6e23706-49f1-40dc-9fa8-75befa97dfaf?fbclid=IwAR2c_Gr-2foqr0icPbi_YgS44fYxSLkZM0FLIrrGGssCcBQkbCLx1aPqT6w

Sehr geehrte Mitglieder des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein,

am 8. Mai haben wir den 75. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands begangen. Wir haben an die Millionen Opfer der Nationalsozialisten gedacht, vor allem an die ermordeten Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Menschen mit geistiger Behinderung und die politisch Verfolgten, für die das Kriegsende zu spät kam. Wir haben an die Völker gedacht, die im von Deutschland verursachten Krieg gelitten haben. Wir haben an alle Menschen gedacht, die an diesem Tag von Unrecht befreit wurden und denen, die neues Unrecht erfahren haben.

Einen Tag später, am 9. Mai, haben wir den Europatag begangen. Wir haben uns daran erinnert, wie aus der Asche des Zweiten Weltkriegs ein neues Europa entstand. Ein Europa des Friedens statt des Krieges. Ein Europa des Wohlstandes statt der Zerstörung. Ein Europa der Freunde statt der Feinde.

Aus der früheren “Erbfeindschaft” zwischen Deutschland und Frankreich wurde eine ganz besondere Freundschaft, ein Motor der europäischen Einigung. Das war, ist und bleibt ein ganz besonderes Glück und Segen, vor allem für unserer oberrheinische Heimat. Es ist unsere historische Verantwortung, diese deutsch-französische Freundschaft zu verteidigen, zu pflegen und auszubauen. Gerade in der jetzigen Zeit.

Denn: Schlagbäume im Herzen Europas, getrennte Familien, stundenlange Wartezeiten für Pendler, gestörte Lieferketten, das Wiederaufkeimen längst überwundener Vorurteile: diese Bilder und Nachrichten haben uns alle verstört.

Wir müssen die Grenzen zu unseren Nachbarländern wieder öffnen, vor allem hier am Oberrhein. Wir müssen als Europa das Coronavirus gemeinsam und nicht gegeneinander bekämpfen. Für unsere Grenzregion. Für die Menschen. Für die Wirtschaft. Für die deutsch-französische Freundschaft. 


Jonas Weber, MdL, SPD:

Als Europäer liegt mir unsere deutsch-französische Freundschaft sehr am Herzen.

Ich habe mich bereits vor zwei Wochen in einem Schreiben diesbezüglich an den Ministerpräsidenten gewandt und ihn auch in einer Videokonferenz nochmals eindringlich auf die Situation angesprochen.

Zudem habe ich die gemeinsame Erklärung der SPD-Kolleg*innen im Bundestag und den Landtagen im Südwesten zur „Perspektive an den Grenzen“ unterzeichnet.

 

Weitere Informationen dazu finden Sie unter den links

https://www.jonas-nicolas-weber.de/2020/05/06/gemeinsame-erklaerung-zu-perspektiven-an-den-grenzen/

https://www.jonas-nicolas-weber.de/2020/04/27/brief-an-den-mp-einkaufserlaubnis-fuer-pendler/


Dr. Christian Jung MdB, FDP:

Die Grenzen zwischen Deutschland und Frankreich müssen wieder geöffnet werden. Gängelungen der Pendler besonders aus dem Elsass darf es nicht mehr geben.


 

 

 

Am 8.5.2020 brachte der Deutschlandfunk ein interessantes Interview mit dem EU-Abgeordneten Daniel Caspary, in dem sich dieser sehr kritisch zu den bestehenden Behinderungen an den Grenzen äußerte. Sie finden dieses Interview unter nachstehendem Link:

https://www.deutschlandfunk.de/reisefreiheit-in-corona-zeiten-die-grenzkontrollen-sind.694.de.html?dram:article_id=476283

 

Auf Bitte des CAFA RSO verfasste Herr Caspary ein Grußwort für unsere Mitglieder, das wir nachstehend weitergeben: 

"Liebe Mitglieder des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein,

wie Sie wissen, steht Europa zurzeit vor großen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen:

Erwachsene Kinder dürfen ihre Eltern nicht sehen, solange diese nicht pflegebedürftig oder krank sind – und Geschwister bleiben auf zwei Seiten des Grenzzauns. Pendler werden, durch zahlreiche Grenzübergänge, fortgesetzt behindert und mit Schlagbäumen abgeriegelt. Menschen, die oft nur einen Steinwurf entfernt von ihrem Wohnort arbeiten, müssen lange Umwege fahren. Wegen des Umwegs, müssen die Schüler mitten in der Nacht aufstehen. Nach Wochen muss nun Schluss sein mit Gitterzäunen und Schlagbäumen im Herzen Europas. 

Im Kampf gegen das Virus dürfen wir nicht nachlassen, aber wir brauchen jetzt grenzüberschreitende Antworten: Eine enge Abstimmung der Nachbarländer und gut koordinierte Maßnahmen. Die europäische Gemeinschaft aufrecht zu erhalten und die Pandemie entschieden zu bekämpfen, ist kein Widerspruch. Ganz besonders in Krisenzeiten muss Europa Handlungsfähigkeit beweisen: Gemeinsam können wir Corona besser bekämpfen. 

Ich freue ich mich sehr, dass der Deutsch-Französische Wirtschaftsclub Oberrhein stets die Unternehmen beiderseits des Rheins im Rahmen von Veranstaltungen und Vorträgen zu fachlichen Themen zusammenzubringt und auf diese Weise ein deutsch-französisches Unternehmernetzwerk aufbaut.

Die deutsch-französischen Beziehungen, wie wir sie heute kennen, sind das Ergebnis der Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg und bis heute eine Erfolgsgeschichte für Europa. Gemeinsam haben wir Kriege überwunden und Frieden gesichert - darauf können wir stolz sein. 

Den Weg in die Zukunft können Deutschland und Frankreich nicht alleine weisen, doch gemeinsam mit den europäischen Partnern werden wir es schaffen, die Coronakrise zu überwinden.

Ihr Daniel Caspary"

Europa-Tag 2020 - 75 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Schuman-Plan

Baden-Baden / Strasbourg, 8.-10.5.2020

Es war keineswegs selbstverständlich, was der französische Außenminister Robert Schuman am 9. Mai 1950, nur fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, vorschlug: es sollte eine „Montan-Union“ geschaffen werden, welche die Schlüsselindustrie Bergbau mehrerer europäischer Staaten – darunter Deutschland und Frankreich – unter überstaatliche Aufsicht stellen sollte – eine wichtige Vorstufe der Europäischen Union.

Im Kern nimmt dies den Gedanken vorweg, dass die bis dahin blutig umkämpften Staatsgrenzen – gerade am Oberrhein und im Saargebiet – an Bedeutung verlieren sollten. Wir haben seitdem eine beispiellose historische Entwicklung erlebt in Richtung grenzüberschreitender Zusammenarbeit unter einem europäischen Dach.

Doch dieses Ideal-Ziel ist noch nicht erreicht, und gerade die jüngste Corona-Krise hat die Situation in den europäischen Grenzregionen zurückgeworfen. Während man sich bisher beispielsweise frei über den Rhein hinwegbewegen durfte und ein gemeinschaftlicher Lebensraum zwischen Vogesen und Schwarzwald entstanden war, so hat uns die jüngste Zeit leider daran erinnert, dass diese liebgewonnenen Gewohnheiten nicht selbstverständlich sind, und sorgsam mit ihnen umgegangen werden muss.

Für die Zukunft der Unternehmen und Menschen in der Region ist von höchster Wichtigkeit, dass man möglichst bald wieder zu einer Öffnung der Grenze kommt, damit grenzüberschreitende Aktivitäten und Entwicklungen wiederaufgenommen werden können.

Wir begrüßen daher die Initiativen von Pulse of Europe (siehe Pressetext und pulseofeurope.eu/poe-staedte/deutschland/baden-baden/) sowie Peter Cleiß und Jaques Schmitt (siehe "Nieder mit der Grenze). 

Daniel Steck und Marduk Buscher, Co-Präsidenten, und der gesamte Vorstand des CAFA RSO

Foto: Monsieur Paparazzo

Stellungnahme zum „Shutdown“ am Oberrhein

Baden-Baden / Strasbourg, 28.4.2020

Knapp 75 Jahre nach der alliierten Befreiung vom Nationalsozialismus und im 57. Jahre des Elysée-Vertrags, der für die französisch-deutschen Beziehungen einen Neuanfang signalisierte, stehen wir möglicherweise an einem Wendepunkt der Geschichte, der die mühsam erarbeiteten Annäherungen am Oberrhein zunichtezumachen droht.

Durch die weltweite Pandemie und den Shutdown des gesellschaftlichen Lebens, sowie die Schließung der innereuropäischen Grenzen wird uns schmerzhaft bewusst, was wir zurzeit vermissen müssen.

Als denkende Menschen am Oberrhein halten wir es für unumgänglich, Stellung zu beziehen. Wie nicht nur wir verschiedentlich betont haben, muss der Gedanke des vereinten Europas am Oberrhein vorbildlich verwirklicht werden, wenn er nicht generell scheitern soll. Keine Region steht so wie Elsaß und Baden für die wechselhafte deutsch-französische Geschichte, und die seit dem Krieg sehr vorsichtig entwickelten Korrespondenzen über den Rhein hinweg, stellen immer noch nur eine zarte Pflanze dar.

Mit vielen, die dieselbe Überzeugung teilten, war unser gemeinsames Bestreben in den letzten Jahren rheinüberschreitende Beziehungen zu stärken und neu zu knüpfen. Im Focus standen dabei die Anbahnung wirtschaftlicher Korrespondenzen, genauso wie die Optimierung der rheinüberschreitenden Verkehrswege oder die Entwicklung Gemeinwohl-orientierter Ansätze im gesamten Oberrheingebiet. Man hat auf die fehlende Zusammenarbeit im Bereich des medizinischen Rettungswesens auf beiden Seiten des Rheins verwiesen und versucht Staatsgrenzen durchlässiger zu machen und sich dagegen gewehrt, dass durch Gesetzesvorlagen -wie dem Entsendegesetz- die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der französischen Teilregion wieder erschwert wurde.

Was wir zurzeit erleben, führt dagegen den europäischen Gedanken ad absurdum! Nicht die Gemeinsamkeiten werden gestärkt, sondern Trennendes wird verabsolutiert. Die Grenze wurde geschlossen ohne jene politische Reaktion auf beiden Ufern des Rheines. Elsässer dürfen nur in Ausnahmefällen in Baden zur Arbeit gehen. Binationale Familien werden hüben oder drüber von ihren Verwandten getrennt…

Grenzübertretungen werden nur aus rein wirtschaftlichen Erwägungen heraus in Einzelfällen ermöglicht, und zugleich werden ganze Flugzeugladungen von Erntehelfern aus ärmeren Gegenden Europas eingeflogen. Symbolisch beweisen diese Maßnahmen, wie wenig es der Politik um die Stärkung grenzüberschreitender Initiativen geht. Der wirtschaftliche, kulturelle und soziale Austausch über den Rhein hinweg ist praktisch zum Erliegen gekommen. Dabei entsteht z.B. die Metropolregion Strasbourg / Kehl aus der Agglomeration der vielen Menschen und Einrichtungen auf beiden Seiten des Rheins, und gerade in der Krise sollte es selbstverständlich sein, den Austausch zu intensivieren, um gemeinsame Ressourcen auch gemeinsam zum Wohle aller Bürger zwischen Schwarzwald und Vogesen bereit zu halten.

Diese Krise hat die katastrophalen Folgen einer unkontrollierten Globalisierung in abscheulicher Weise gezeigt. Nur durch den Wiederaufbau starker Verbindungen auf regionaler Ebene können wir eine nachhaltige, umweltfreundliche, sichere und gerechte Wirtschaft entwickeln: eine Wirtschaft, die letztlich dem Gemeinwohl zu dienen hat.

Die Auswüchse der Globalisierung zu reparieren, bedeutet in unserer Region in erster Linie die Wiederherstellung tief gehender Verbindungen mit der anderen Rheinseite. In unserer Region florierten drei komplementäre Ansätze: der deutsche, der französische und der schweizerische, - die letztlich nur zusammen die Krise überstehen können. Aus dieser Vielfalt können wir Kreativität schöpfen, indem wir unsere Bevölkerungen zusammenarbeiten lassen, um die Zukunft unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes neu zu erfinden.

Wir fordern, dass die „Dekonfinierungsmassnahmen“ die grenzüberschreitenden Dimension einschließen. Sie darf in den Strategien der jeweiligen Regierungen nicht vergessen bleiben. Wir wollen uns wieder mit unseren Nachbarn, Freunden, Kollegen vom Oberrhein verbinden können.

Lasst uns gemeinsamen Problemen auch gemeinsam stellen! So geht Europa!

Daniel Steck, Marduk Buscher und der Vorstand des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein

Der SPD-Landtagsabgeordnete Jonas Nicolas Weber ist besorgt ob der derzeitigen Stimmung in der Grenzregion, in der Pendler aus Frankreich teilweise Anfeindungen ausgesetzt sind. 

In einem Brief an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann weist er auf die Bedeutung der "französischen Freunde" für die Region hin und fordert mehr Rechte für französische Pendler in Baden-Württemberg. 

Diesen ist es derzeit untersagt, ihre Fahrt zur Arbeitsstelle und nach Hause zu unterbrechen, um Besorgungen zu erledigen.

 

Nachstehend das Schreiben:

 

"Rechte für Pendler nach Baden-Württemberg

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,

ich schreibe Ihnen als Abgeordneter aus dem Wahlkreis Rastatt, welcher unmittelbar an der Grenze zu Frankreich liegt.

Wir erleben hier tagtäglich, wie viele Pendler aus dem Elsass in den Landkreis Rastatt sowie in die Stadt Baden-Baden fahren, da sie dort ihren Arbeitsplatz haben.

Ihnen ist sicherlich bekannt, dass grade auch in den systemrelevanten Bereichen, wie unserem Klinikum Mittelbaden und Pflegeeinrichtungen, eine Vielzahl unserer französischen Nachbarn beschäftigt ist.

Wir sind auf diese Unterstützung angewiesen und dankbar, dass unsere französischen Freunde die doch recht zeitintensive Hin- und Rückfahrt zum und vom Arbeitsplatz über die Grenze in Kauf nehmen.

Diese Pendler können alle eine Grenzübertrittsbescheinigung vorweisen, wodurch belegt ist, dass sie sich in unserer Region bewegen dürfen.

Eingeschränkt ist diese Bewegungsfreiheit jedoch dadurch, dass lt. Verordnung «nur solche Fahrten gestattet (sind), die geeignet sind, die Arbeitsstelle, den Tätigkeits- oder Beschäftigungsort, den Wohnsitz oder den Bestimmungs- oder Ausgangsort einer Warenlieferung möglichst schnell und sicher zu erreichen. Unterbrechungen der Fahrten, insbesondere zu Einkaufs- oder Freizeitzwecken, sind untersagt».

Die Pendler dürfen auf dem Weg also keine Besorgungen erledigen.

Wer sich in diesen Zeiten um Kranke, Pflegebedürftige, im Kindergarten etc., um unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, um unsere Freunde und Familienangehörige kümmert, übernimmt große Verantwortung. Dass dabei alle Hygienemaßnahmen berücksichtigt und angewendet werden, davon bin ich überzeugt.

Von daher kann ich nicht recht nachvollziehen, weshalb diesem Personenkreis verwehrt wird, ihre Fahrt für Einkäufe zu unterbrechen. Ich möchte Sie bitten, sich dieser Problematik anzunehmen und zu prüfen, ob die Verordnung dahingehend geändert werden könnte, dass Pendler auf ihrem An- und Abfahrtsweg die Fahrt für den persönlichen Einkauf unterbrechen dürfen. Mir liegt als Europäer unsere deutsch-französische Freundschaft sehr am Herzen. Von daher sehe ich mit Sorge, dass sich in der aktuellen Situation die Stimmungslage verschlechtert und vereinzelt Personen aus dem Elsass sogar Attacken ausgesetzt sind.

Mit freundlichen Grüßen Jonas Weber MdL"

 

 

 

Gehaltsbesteuerung für Grenzgänger: Ausnahmeregelung

In einer am 19. März 2020 veröffentlichten Pressemitteilung haben das Wirtschafts- und Finanzministerium, das Ministerium für Aktion und Staatshaushalt sowie der Staatssekretär für europäische Angelegenheiten die Auswirkungen der Ausgangssperre auf die Situation der französischen Grenzgänger, die in Deutschland, Belgien, der Schweiz oder Luxemburg arbeiten, erläutert. 

Situation vor der Ausgangssperre

Die von Frankreich mit Deutschland, Belgien und der Schweiz abgeschlossenen bilateralen Abkommen sehen grundsätzlich vor, dass die Grenzgänger ausschließlich in ihrem Wohnsitzstaat besteuert werden, sofern sie nicht an mehr als 45 Arbeitstagen pro Jahr nicht täglich an ihren Wohnsitz zurückkehren / außerhalb des Grenzgebiets des anderen Staats arbeiten bzw. im Falle eines in der Schweiz tätigen Grenzgängers nicht mehr als 45 Nicht-Rückkehr-Tage / Übernachtungen in der Schweiz zu verzeichnen haben. Das mit Luxemburg unterzeichnete Steuerabkommen erlaubt es französischen Grenzgängern, bis zu 29 Tage pro Jahr für einen luxemburgischen Arbeitgeber von Frankreich aus zu arbeiten, ohne dass die Vergütung in Frankreich steuerpflichtig wird. 

Aktuelle Situation 

Diese Regeln sind nun ausgesetzt, was bedeutet, dass ein französischer Grenzgänger während der Ausgangssperre einen zeitweiligen Wohnsitz in Deutschland beziehen und so vorübergehend in der unmittelbaren Nähe seines Arbeitsplatzes wohnen kann, ohne hierdurch den Vorteil der Besteuerung in seinem Wohnsitzstaat Frankreich zu verlieren. 

Ein in der Schweiz tätiger Grenzgänger darf sich im Rahmen der Ausgangssperre mehr als 45 Tage ohne tägliche Rückkehr auf dem schweizerischen Hoheitsgebiet (Bern, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Waadt, Wallis, Neuenburg und Jura) aufhalten, ohne dass hierdurch die Besteuerung in Frankreich in Frage gestellt würde. 

Für luxemburgische Grenzgänger werden die während der Sperre in Frankreich vom Home-Office aus geleisteten Arbeitstage bei der Berechnung der 29-Tage-Frist nicht berücksichtigt, so dass hier weiterhin das Besteuerungsrecht Luxemburg zugewiesen wird. 

Diese Ausnahmeregelungen, die am 14. März 2020 in Kraft traten, sind bis auf Weiteres anwendbar. 

Die Anwaltskanzlei VALORIS AVOCATS steht Ihnen zur Verfügung, um Ihre steuerlichen oder sozialversicherungsrechtlichen Fragen bezüglich Ihrer grenzüberschreitenden Situation – je nach Wunsch in französischer oder deutscher Sprache - zu beantworten.

Xavier Duquenne, Avocat Associé

Annette Ludemann-Ober, Avocate Counsel

  

Aktuelle und Hintergrundinformationen zum Thema "Coronavirus und Wirtschaft" finden Sie hier:

 

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Bundesfinanzministerium

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

  

Hotlines zum Coronavirus für Unternehmen:

 

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums

Telefon: 030 34646 5100

Mo – Do 8:00 bis 18:00 Uhr; Fr 8:00 bis 12:00 Uhr

 

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen:

Telefon: 030 18615 1515

Mo – Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Hotline der Bundesagentur für Arbeit (für Unternehmen):

Telefon: 0800 45555 20

Beantragung von Kurzarbeitergeld: Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur!

 

 

 

Brauchen Sie Hilfe? 

Liebe Mitglieder des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein,

Die um sich greifende Coronavirus-Epidemie zwingt Frankreich und Deutschland zu noch nie dagewesenen Maßnahmen. So wurden unter anderem rigorose Beschränkungen für Fahrten nach Deutschland bzw. Frankreich eingeführt.
Unser Verein zählt Mitglieder dies- und jenseits des Rheins, und wir denken, dass wir somit in der Lage sind, uns untereinander zu helfen. Hat zum Beispiel ein im Elsass ansässiges Mitglied etwas Dringendes in Deutschland zu erledigen, so kann eventuell ein Mitglied aus Baden helfen, und umgekehrt.
Wir schlagen Ihnen also vor, den Club zu informieren, falls Sie Unterstützung brauchen (zum Beispiel, um dringende Unterlagen oder Gegenstände wo abzuholen). Sie können entweder ein E-mail an unser Sekretariat (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) senden, ein Vorstandsmitglied informieren oder über unsere Facebook-Seite Kontakt aufnehmen (https://www.facebook.com/cafa.rso/).
 
Über nachstehende Seiten können Sie sich jederzeit über die aktuellen Maßnahmen und Vorschriften in Deutschland bzw. Frankreich informieren:
 
Französische Regierung:
https://www.gouvernement.fr/info-coronavirus - gouvernement français
 
Deutsche Regierung:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html - gouverment allemand
 
Rheinland-Pfalz
https://www.rlp.de/de/buergerportale/informationen-zum-coronavirus/
 
Bas-Rhin:
http://www.bas-rhin.gouv.fr/Actualites/Sante/Coronavirus-COVID-19-Informations-recommandations-et-mesures-sanitaires
 
Haut-Rhin
http://www.haut-rhin.gouv.fr/Actualites/Actualites-du-Prefet-et-des-Sous-Prefets/Coronavirus-COVID-19/Coronavirus-COVID-19-conseils-pratiques
 
Baden-Württemberg
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/informationen-zum-coronavirus-in-baden-wuerttemberg/
 
Informationen des Robert-Koch-Instituts
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html
 
Wie zu erwarten, werden sämtliche geplante Veranstaltungen des CAFA RSO bis auf weiteres verschoben.
Der CAFA RSO bleibt jedoch im Home Office für Sie aktiv und hält Sie über neue Entwicklungen auf dem Laufenden.
 
Mit den besten Wünschen, und bleiben Sie vor allem gesund!
 
Daniel Steck und Marduk Buscher, Co-Präsidenten des CAFA RSO 

 

 Michael Holzhauser - ein unersetzlicher Verlust. Der Vorstand des CAFA RSO ist sehr traurig.

Im Reich des „Baal“ : Mitgliederversammlung!

Besuch des CAFA-RSO im „Europäischen Forum am Rhein“
Baden-Baden / Strasbourg, 19.2.2020
Die Mitgliederversammlung des CAFA RSO fand in diesem Jahr in dem jüngst neu eröffneten „Europäischen Forum am Rhein“ statt – genauer gesagt, in der Spielstätte des dort nun auch fest etablierten „Theater Baal Novo“. Der Namensbestandteil BaAl stellt dabei nicht nur den Bezug zu Bertolt Brechts Erstlingswerk gleichen Namens her, sondern steht für die Zusammenziehung der beiden Regionen am Oberrhein: BAden und ALsace. Damit ist mehr als eine thematische Korrespondenz über den Rhein hinweg gemeint, sondern BaAl steht auch für die Aufführungs-Region des Theaters welches eben „hüben und drüben“ in wechselnden Spielstätten auf sein Publikum zugeht.  Das Theater Baal Novo ist damit ebenfalls eine Institution, die es -wie der CAFA RSO- zu seiner Aufgabe gemacht hat, „Brücken“ der zwischenmenschlichen Beziehung und des Austauschs über den Rhein hinweg zu gestalten.
Nicht zufällig fanden sich daher die ca. 40 Mitglieder und Gäste des CAFA gleich neben der Pierre-Pflimlin-Brücke auf deutscher Seite ein, die ebenfalls symbolisch für das Zusammenwachsen der beiden kulturell verwandten Regionen steht.
Nach den obligatorischen Willkommensgrüßen des Theaterdirektors Guido Schumacher und der beiden CAFA RSO-Präsidenten Daniel Steck und Marduk Buscher fand eine Führung der Gäste im ganzen Gebäude statt, welches neben dem Baal Novo noch drei gastronomische Betriebe und vor allem den Firmensitz von Bauherr Jürgen Grossmann  und seinem Partner Svetozar Ivanoff  (grossmann-group.eu ) beherbergt.
Staunend reagierten die Gäste auf die besonderen architektonischen Finessen, wie der computergesteuerten Licht- und Raum-Dramaturgie, welche das automatische Abteilen einzelner, runder Arbeits- und Besprechungsbereiche mit jeweils individueller Licht-Atmosphäre ermöglicht.
Anschließend an den Rundgang, der von Guido Schumacher und Svetozar Ivanoff abwechselnd auf Deutsch und Französisch durchgeführt wurde, hatten die Gäste des CAFA im „Amphitheater“ die Möglichkeit einer besonderen stimmlichen Gesangsdarbietung zu lauschen: Die Chansonnière Camilla Kallfass trug Chansons vor, die – wen sollte es wundern – auf ihre Art auch die deutsch-französischen Beziehungen thematisierten, wie das von der französischen Sängerin Barbara geschriebene Lied „Göttingen“.
Die eigentliche Mitgliederversammlung diente – wie immer – dem Rückblick und der Vorausschau auf die im letzten Jahr organisierten bzw. die für 2020 bereits geplanten Veranstaltungen. Zuvor aber wurde in einer Schweigeminute des jüngst nach kurzer Krankheit und völlig überraschend verstorbenen, langjährigen Vorstandsmitglieds, Michael Holzhauser, gedacht. Dieser war schon früher in den CAFA-Schwestervereinen in Saarbrücken und Stuttgart tätig, und hat Strategie und Inhalte des Clubs über zwölf Jahre mit großem Engagement geprägt.
Formal im Zentrum standen danach die Entlastung des Vorstandes und die anstehenden Neuwahlen der Funktionsträger des Vereins, sowie der Genehmigung des wirtschaftlichen Jahresabschlusses 2019 und des Wirtschaftsplanes für 2020.
Die beiden Wirtschaftsprüfer David DOERFLINGER, von der Kanzlei OTH und Philippe RAHMS von EY gaben erwartungsgemäß ihr Okay zu der vorbildlichen Buchführung des CAFA RSO.
Aus ihrer Funktion im Vorstand traten Jutta GRANDJEAN, Claudia SCANVIC und  Mathilde GIACOMAGGI-MESLET zurück. Neu in den Vorstand gewählt wurden Christiane KLOBASA und Petra BLESCHKE, die bald auf der Homepage des Vereins vorgestellt werden. Für die Leitung des Junior Clubs sucht der Vorstand noch eine/n tatkräftige/n Nachfolger/in für Mathilde Giacomaggi-Meslet.
Die beiden Co-Präsidenten, Daniel Steck und Marduk Buscher, dankten den ausscheidenden Funktionsträgern für ihre engagierte Mitarbeit im Club und gratulierten den neuen Amtsinhabern.
Zum Abschluß wurden die Gäste von dem Team des Theaters Baal Novo und der im Hause ansässigen Bäckerei Armbruster bewirtet, und der Abend klang bei einem „verre d'amitié“ gesellig aus.

 

Der CAFA RSO auf Besuch bei MICHELIN KARLSRUHE
Nichts könnte zu diesem Jahresbeginn das deutsch-französische Engagement des CAFA RSO besser versinnbildlichen als ein Besuch der Reifenwerke MICHELIN in Karlsruhe.
Fabrice MARCHETTI, Direktor von Michelin Karlsruhe, bereitete der Gruppe vom Deutsch-Französischen Wirtschaftsclub Oberrhein, die zur Besichtigung des Werks nach Karlsruhe gekommen war, einen freundlichen Empfang. Jedes Jahr werden am Standort Karlsruhe – das einzige Michelin-Werk, in dem Leicht-LKW-Reifen hergestellt werden – 1.700.000 Reifen produziert.
Das Unternehmen MICHELIN, eines der bedeutendsten Industrieunternehmen Frankreichs, das auf eine Unternehmensgeschichte von 130 Jahren zurückblickt, zählt heute 125.000 Mitarbeiter und ist in 170 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten. Jährlich produziert MICHELIN knapp 200 Millionen Reifen und erzielt einen Umsatz von 22 Mrd. Euro. Nach dem Weltmarktführer Bridgestone ist Michelin heute weltweit der zweitgrößte Reifenhersteller.
Das MICHELIN-Werk in Karlsruhe besteht seit 1931. Derzeit sind am Standort Karlsruhe, der gleichzeitig die Deutschland-Zentrale des Unternehmens ist, 1.100 Mitarbeiter beschäftigt, davon 650 in der Produktion. Ende 2018 wurden 250 Mitarbeiter aus den zentralen Diensten (insbesondere aus dem Vertrieb) von Karlsruhe nach Frankfurt abgezogen. Diese Maßnahme war die Folge der strategischen Zusammenlegung der Vertriebsregionen Nordeuropa und Deutschland, Österreich und Schweiz, die hauptsächlich aus Mobilitätsgründen entschieden wurde. Die Flughafenplattform von Frankfurt war in diesem Zusammenhang ein Argument, das nicht von der Hand zu weisen war. [...]
Den vollständigen Artikel finden Sie (in französischer Fassung) auf unserer französischen Seite.

 

Foto: Patrick Flick

Am 19.11. wurde bei der Fachmesse BE 4.0 – Salon Industries du Futur in Mulhouse zum 4. Mail in Folge der CAFA RSO-Preis an Studenten verliehen, die im Rahmen des Wettbewerbs "TRINATRONICS Pipe Crowler Robotics Contest Industrie 4.0" in länderübergreifenden Teams einen Roboter angefertigt hatten.

Wir gratulieren den Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs:

1. Preis Emmanuelle DORCENT, Louis Grandsire, Romain Figoli, Oussama Mahiouz, Bastian Junker, Felix Lasch - Hochschule Offenburg & Ecole Nationale Supérieure d'Ingénieurs Sud Alsace ENSISA 

2. Preis: Aymeric Fleith, Nicolas Sanchez, Luc Doppler, Julien Brignon - Hochschule Offenburg & INSA Strasbourg 

Der Wettbewerb wird organisiert von: TriRhenaTech, Alsace Tech und dem Deutsch-Französischen Wirtschaftsclub - Oberrhein (CAFA RSO).

 

 

Ein ‚geselliges Beisammensein‘ in der Vorweihnachtszeit fand dieser Tage im Restaurant ‚Lamm‘ in Kehl statt.

25 Mitglieder des CAFA RSO und ihre Gäste fanden sich zusammen und erlebten – bei leckerem Essen und Trinken – einige Stunden lebhafter Gespräche.

Diese kreisten genauso um Ideen zum künftigen Rhein überschreitenden Austausch, wie um die Besonderheiten italienischer (!) Kartenspiele. Da wurde an vergangene Veranstaltungen des CAFA erinnert (wie z.B. den Spieleabend bei Philibert), und über die Zubereitung heißer Himbeeren gefachsimpelt. Alte Bekanntschaften wurden erneuert und neue geknüpft. Denn teilweise war man von weit her angereist: aus Saarbrücken etwa, aus Mulhouse oder Karlsruhe.

Egal, wie weit der Weg auch war: am Ende war man sich einig, einen wunderbaren Abend in freundschaftlicher Runde erlebt zu haben!

Foto: Patrick Flick

Von links nach rechts: Holger Hahn (CIC Frankfurt), Franny VAN DE BIEZEN-BRUNET (CIC Aidexport), Jochen Bauerreis (ABC International), Sophie Früh (ABC International), Axel Stabnau (Stabnau Business development), Andreas Eidel (Eidel & Partner) und Frank Lautenbach (Eidel & Partner)

 

Auch dieses Jahr – zum siebten Mal in Folge – beteiligte sich der Deutsch-Französische Wirtschaftsclub Oberrhein (CAFA RSO) wieder mit einer Veranstaltung an der Woche des Europäischen Unternehmers, die vom Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau und der Eurometropole Strasbourg gemeinsam organisiert wird. 

„Erfolgreich in Deutschland“ – so lautete das Thema der Vortragsreihe, die der CAFA RSO in Kooperation mit der Bank CIC Est am 20.11.2019 veranstaltete. Anlass für diese Informationsveranstaltung gab es genug. Denn während der so nahe liegende deutsche Markt so viele Wachstumsmöglichkeiten bietet, bleibt er für viele elsässische Unternehmen nach wie vor Terra incognita.

Um dem Abhilfe zu verschaffen, fanden sich 40 Teilnehmer am Sitz der CIC Est in Strasbourg ein mit dem Ziel, die notwendigen Schlüssel für die Tür nach Deutschland in die Hand zu bekommen und gleichzeitig zu erfahren, welche Fallstricke denn zu vermeiden sind. Die Referenten – die Anwaltskanzlei ABC International, das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Eidel & Partner und das Unternehmensberatungsunternehmen Stabnau Business Development – informierten die Teilnehmer über verschiedenste rechtliche und Business-Aspekte, die auf jeden Fall zu beachten sind, will man beim Nachbarn erfolgreich sein.

Auf großes Interesse stieß insbesondere der Vortrag von Herrn Axel Stabnau zu Marketing-Mix, zwischenmenschlichen Beziehungen und kulturellen Unterschieden. Denn die Codes, die es in den zwei Nachbarländern gibt, könnten unterschiedlicher nicht sein! Die zahlreichen konkreten Beispiele von Herrn Stabnau sorgten für so manches Schmunzeln. Doch wehe dem, der diese Codes nicht beherrscht! So ist man in Deutschland kein großer Freund von unvorhergesehenen Ereignissen. Die Arbeit ist linear und in Abschnitten organisiert, die Kommunikation ist direkt, präzise und inhaltsbezogen. Unausgesprochenes und Zweideutiges hat keinen Platz, und Regeln sind grundsätzlich dazu da, auch eingehalten zu werden. Pünktlichkeit wird vorausgesetzt – verspätet sich ein Unglücklicher, muss er dies auf jeden Fall ankündigen. Und ein Essen ist eine Notwendigkeit, aber keinesfalls der Ort, um über Arbeit zu sprechen. Zuerst wird verhandelt, und dann erst isst man möglicherweise zusammen zu Mittag.

Die Experten der CIC erläuterten anhand von zahlreichen Beispielen aus der Praxis, welche Unterstützung die Bank konkret anbieten kann. So umfassen die Dienstleistungen Marktstudien, Unterstützung bei der Niederlassung, Sourcing-Optimierung, Qualifizierung von Sub-Unternehmen oder auch die Suche nach und Auswahl von Partnern.

Im Anschluss an die sehr informative Veranstaltung hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich bei einem Cocktail auszutauschen und die Diskussionen fortzusetzen. Besonders positiv äußerten sich die Teilnehmer zur Qualität der Referenten und ihren praxisnahen Ansatz.

Foto: Patrick Flick

 

Foto: Patrick Flick / von links nach rechts: Sven Rimmelspacher (Pickert & Partner), Michael Holzhauser (Holzhauser & Partner), Christophe Knecht (INEVA)

 

Auf geht’s! Wie etablierte Unternehmen durch agiles Denken und Handeln neu durchstarten können

Es kann einem ein Licht aufgehen, mit der Firma kann es aufwärtsgehen oder man startet eine neue Entwicklung – auf geht’s!

Bei der Veranstaltung des CAFA-RSO waren alle drei Bedeutungsebenen gemeint. Der Titel stammt von dem gerade erschienenen Buch des deutschen Unternehmers Sven O. Rimmelspacher, Pickert & Partner, welcher darin beschreibt, wie er die verkrusteten Strukturen zweier Firmen, die er zusammenführen wollte, durch „agile Organisationsformen“ aufgebrochen hat. Er hielt darüber einen lebhaften Impuls-Vortrag, dem die etwa 80 Gäste des Abends sehr konzentriert zuhörten, die trotz vielfacher Straßensperrungen (wegen des Besuchs von Präsident Macron in Strasbourg) dem Ruf des CAFA zum Sitz der Bankengruppe CIC Est in Wacken zu gefolgt waren.

„Agilität“ bezeichnet dabei die Fähigkeit eines Unternehmens, auf ständig verändernde Kundenwünsche und Rahmenbedingungen flexibel zu reagieren. Dabei gibt es keine festen Hierarchien mehr, sondern Arbeitsgruppen bilden sich entweder von Fall zu Fall neu, oder es findet intern ein Rollenwechsel der Mitarbeiter statt, um die jeweiligen Kundenwünsche zu erfüllen. 

Rimmelspacher berichtete, dass es wichtig sei, nicht alles vorzudenken, sondern dass die Mitarbeiter selbst Dinge entwickeln. So bestand zum Beispiel eine der ersten Aufgabe der Mitarbeiter darin, ihre neuen Arbeitsverträge selbst zu formulieren. Es habe ihn dabei überrascht, dass diese Verträge „sehr viel strenger ausgefallen“ seien, als wenn er sie selbst geschrieben hätte. Rimmelspacher führt dies darauf zurück, daß die Übertragung von Verantwortung zu einem veränderten Selbstbewusstsein der Mitarbeiter führe. 

Damit diese ihrer neuen Verantwortung angstfrei gerecht werden könnten, sei es notwendig, klare Regeln, Richtlinien und Ziele gemeinsam im Team zu erarbeiten, die dann für alle gelten müssten. Dazu gehöre beispielsweise auch eine fehlertolerante Kultur, welche Fehler nicht verdamme, sondern als notwendige Schritte auf dem Weg zum Ziel ansehe, solange sie sich nicht wiederholten. 

Ein anderes Land, eine andere Arbeitskultur: man sollte meinen, ein solches Handlungsprinzip ließe sich nicht ohne weiteres auch in Frankreich umsetzen. Doch, weit gefehlt, berichtete der französische Unternehmer Christophe Knecht von seinem eigenen Transformationsprojekt. Seine Firma INEVA entstand nach dem Zusammenbruch eines größeren Konzerns, und hier verfolgte man von Anfang an das Ziel, eine agile Unternehmensstruktur aufzubauen. In seinem Vortrag wurde bald klar, dass sein Team dabei ganz ähnliche Erfahrungen gesammelt hat und zu vergleichbaren Lösungsansätzen gekommen ist. Wichtig ist ihm, dass in den Teams unterschiedlichste Alters- und Ausbildungsgruppen repräsentiert seien, weil so alle voneinander lernen könnten.

Beide Vortragende zeigten sich bei der anschließenden Diskussion mit Michael Holzhauser, Geschäftsführer von Holzhauser & Partner und Vorstandsmitglied des CAFA RSO, überrascht, wie viele Parallelen in den beiden Vorträgen offensichtlich wurden.

Beide Unternehmer sehen für sich die Rolle des Kapitäns einer Fußballmannschaft als Leitbild, wie Christophe Knecht dies bildhaft darstellte: „Man spielt in wechselnden Rollen mit und gibt dadurch die Dynamik vor“.

Allerdings gibt es auch Grenzen des agilen Handelns. Beide Unternehmer gaben auf Nachfrage zu, ein Veto-Recht zu besitzen, um in angespannter Situation Entscheidungen herbeiführen oder verhindern zu können. Von diesem Recht wurde jedoch bisher noch nicht Gebrauch gemacht. Und auch das liebe Geld ist vorerst kein Thema in den Arbeitsgruppen oder der Gesamtbelegschaft. Die individuellen Verhandlungen über die Höhe der Gehälter behalten sich die Chefs, die sich sonst in Frage stellen, dann doch lieber vor. Es gibt auch keine Einzel-Boni mehr. Am Jahresende wird ein gleicher Bonus abhängig von der Geschäftsentwicklung an alle Mitarbeiter ausgezahlt.

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AUSSCHREIBUNG - DEUTSCH-FRANZÖSISCHES KREATIVLABOR

OH MY GOETHE! GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE

DAS DEUTSCH-FRANZÖSISCHE KREATIVLABOR IM GOETHE-INSTITUT NANCY

Das Goethe-Institut Nancy und die Métropole du Grand Nancy geben mit Unterstützung des Institut Français die zweite Ausgabe des deutsch-französischen Kreativlabors „Oh My Goethe!“ für Start-ups bekannt.

Die Initiative zielt darauf ab, die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken. Sie soll junge und innovative Akteur*innen aus Deutschland und Frankreich vernetzen, den Transfer von Kompetenzen fördern und die Teilnehmer*innen auf ihrem Weg von der Idee bis zur Marktreife begleiten.

Zwei Tandems erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro und die Möglichkeit, kostenlos im Coworking-Space des Goethe-Instituts Nancy ihre Gründungsidee zu entwickeln. Sie profitieren außerdem von einem Schulungs- und Fortbildungsprogramm und haben regelmäßig die Gelegenheit, ihre Ideen öffentlich zu präsentieren.

BEWERBUNGEN SIND BIS ZUM 25. SEPTEMBER 2019 MÖGLICH.

Weitere Informationen: https://www.goethe.de/ins/fr/de/kul/sup/ohmg/aus.html

KONTAKT:

DR. ESTHER MIKUSZIES

Institutsleiterin Goethe-Institut Nancy und Straßburg

Goethe-Institut Nancy

Tel. +33 3 83 35 92 75

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Juni 2019 veranstaltete der CAFA RSO zusammen mit Kehl Marketing einen Informationsabend zum Thema Entsendung nach Frankreich. 

Die IHK Südlicher Oberrhein führte damals auch eine Umfrage zum Frankreichgeschäft durch. Durch die vielen Rückmeldungen konnte die französische Verwaltung zum Einlenken bewegt und die Einführung einer Gebühr von 40 Euro pro Entsendung verhindert werden. Weitere Erleichterungen folgten im September 2018.

Nun möchte die IHK erfahren, was sich für die Unternehmen in der Grenzregion seither geändert hat. Die IHK nutzt die Umfrageergebnisse, um die Interessen der Unternehmen im Oberrhein bestmöglich zu vertreten.

Die Umfrage kann bis 14. Juli 2019 beantwortet werden.

Zur Umfrage: https://lnkd.in/gHx-aTX

 

Am 23. Mai 2019 wurden die Mitglieder des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein (CAFA RSO) von Daniel Huber, Geschäftsführer der Peter Huber Kältemaschinenbau AG in Offenburg, empfangen.

Daniel Huber stellte die Geschichte des Unternehmens vor, das 1968 von seinem Bruder Peter Huber gegründet wurde. Die Peter Huber Kältemaschinenbau AG war damit das erste Handwerksunternehmen, das im Bereich Temperiertechnik tätig wurde.

Heute wird das Unternehmen, das zu den technologisch führenden Anbietern von hochgenauen Temperierlösungen für Forschung und Industrie zählt, von den vier Kindern des Gründers geführt. 

Neben dynamischen Temperiersystemen entwickelt und produziert das Unternehmen Umwälzkühler sowie klassische Wärme- und Kältethermostate. Anwendung finden die Temperiergeräte unter anderem im Automotiv-Bereich, in der Chemie- und Pharmaindustrie, der Luft- und Raumfahrttechnik, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie in der Medizintechnik.

Die Peter Huber Kältemaschinenbau AG wurde zum vierten Mal in Folge als TOP100-Innovator ausgezeichnet und zählt damit zu den innovativsten mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Das Unternehmen exportiert direkt oder indirekt 80% seiner Produktion ins Ausland und verzeichnet zweistellige Wachstumszahlen. Das solide in der Region verankerte  Unternehmen baut derzeit neue Produktions- und Logistikstätten, um die Fläche der Fabrik zu erweitern.

Bei der Führung durch die Produktionshallen (in deutscher und französischer Sprache) zeigten sich die Mitglieder des CAFA RSO vom hohen Technisierungsgrad der Arbeitsplätze und der Komplexität der Produkte beeindruckt. Die starke Beanspruchung der Fertigungslinien macht deutlich, wie notwendig die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter und die Erweiterung der Produktionsflächen geworden ist. Das Unternehmen, das schon jetzt 300 Mitarbeiter zählt, blickt heute optimistisch in die Zukunft.

Im Anschluss an die Führungen hat sich Herr Daniel Huber viel Zeit genommen, um auf Fragen der Mitglieder des CAFA RSO zu antworten. Mit diesen teilte er die Begeisterung für sein Unternehmen, das ein hervorragendes Beispiel für diese viel diskutierten, hochspezialisierten Midcap-Unternehmen mit internationalem Renommee ist.

 

 

Der Jahresbericht 2018 des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz e.V. ist online: Jahresbericht 2018

Bei einer Feierstunde im Europäischen Parlament in Straßburg wurde in einem Rückblick das 25-jährige Bestehen des Vereins gewürdigt.

Die Rekordzahlen zeigen, dass grenzüberschreitender Verbraucherschutz heute so aktuell ist wie nie: 3,9 Mio. Besucher nutzten die Internetangebote des ZEV (+ 38 %), darüber hinaus wurden 116.172 Verbraucherkontakte gezählt (+ 8 %) und 15.707 Beschwerden bearbeitet (+ 38 %).

Die seit 1993 bestehende Vereinsstruktur ist nicht nur auf deutsch-französische Verbraucherfragen spezialisiert, sondern sowohl von Deutschland wie auch von Frankreich seit 2005 beauftragt, die Europäischen Verbraucherzentren Deutschland und Frankreich unter seiner Trägerstruktur zu verantworten.

Auch in Zukunft wird es notwendig sein, die Rechte der Bürger und Bürgerinnen zu fördern, zu schützen und konkrete Hilfestellung zu leisten. Als binationale Organisation mit staatlichen Finanzpartnern, deren Fokus auf einer intensiven deutsch-französischen Zusammenarbeit liegt, ergibt sich für den ZEV die große Chance, grenzüberschreitenden Austausch und Kooperation in sehr bürgernahen Themen zu fördern.

Weitere Informationen auf: Homepage des ZEV

 

Der CAFA RSO weist auf eine interessante Sendung auf SAT3 hin - nicht verpassen!

Bonjour Europa - die deutsch-französische GrenzKultur

Nirgendwo sind Deutschland und Frankreich so eng miteinander verwoben, wie im Saarland und in Lothringen. Die Grenze dort hat sich im Verlauf der Geschichte mehrmals verschoben. Das hat die Kultur in der Region nachdrücklich geprägt.

Es gibt zwar so etwas wie "typisch saarländische" und "typisch lothringische" Kultur, aber wenn man genau hinsieht, gehen beide immer ineinander über und haben sich seit Jahrzehnten gegenseitig geprägt. Die Dokumentation will im Vorfeld der Europawahl zeigen, wie wichtig diese Grenze für die Kultur ist, aber auch, dass es gar nicht so selbstverständlich ist, sie mit künstlerischen Aktivitäten zu überwinden. Kunst und Kultur sind entlang der Grenze Element der Völkerverständigung und damit ein elementar wichtiger Teil der deutsch-französischen Beziehungen - und die sind ja bekanntlich der "Motor Europas". Eigentlich gibt es die EU in ihrer heutigen Form, weil es das Saarland und Lothringen gibt. Als die Kohle- und Stahlreviere noch blühten, entstand dort die Idee zur Montanunion - dem Vorläufer der heutigen EU. Robert Schumann, der Vordenker Europas, kommt aus Lothringen.

Mehr unter:

https://www.3sat.de/page/?source=/kulturdoku/199789/index.html

Christian Felber referiert bei einer Veranstaltung des CAFA-RSO

Strasbourg, 20.3.2019

Christian Felber ist 15-facher Buchautor, Universitätslehrer und Tänzer, und es kann schon einmal vorkommen, daß er während eines Vortrags einen Handstand macht.

So auch am Mittwoch (20.3.2019), als er als Gast des Club d’Affaires franco-allemand du Rhin-Superieur-Oberrhein (CAFA-RSO) im Palais Schutzenberger in Strasbourg über seine Theorie und Praxis der „Gemeinwohl-Ökonomie“ referierte.

Während auf den Straßen Europas Schüler für den Klimaschutz demonstrieren und die Gilets Jaune in Frankreich gegen die Regierung protestieren, wird es immer mehr Menschen klar, daß wir nicht so weiter wirtschaften können wie bisher. 

Mehr als 100 Gäste hörten deshalb gebannt dem anderthalbstündigen Vortrag Christian Felbers zu, in dem er einen logisch-überzeugenden Parcours durch Sprachwissenschaft, Philosophie und Wirtschaftswissenschaft absolvierte.

Für ihn ist „Ökonomie“ schon vom Wortsinn her die Lehre vom Gemeinwohl. Was wir heute als „Ökonomie“ bezeichnen sei die Pervertierung dieses Ansatzes und mache das Geld zum Zweck aller Bestrebungen, obwohl es eigentlich bei Aristoteles nur das Mittel zum Gemeinwohl gewesen sei.

Felber fordert vehement politische Anreize für Firmen, die bereit sind, dem ursprünglichen Sinn der „Ökonomie“ zu folgen und statt der am Geld-Gewinn ausgerichteten Wirtschaftsbilanz eine Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen. Diese soll die nachhaltigen Erfolge eines Unternehmens in den Bereichen der Ökologie und des gesellschaftlichen Zusammenspiels dokumentieren. Erst, wenn sich diese Währung zur Beurteilung wirtschaftlichen Handelns ändere, werden die Grundbedürfnisse des Menschen nach Glück, Zusammenhalt und Frieden in einer gesunden Umwelt wieder hergestellt werden können.

Genau zwischen den antagonistischen Systemen des Kapitalismus und des Sozialismus verortet, geht die „Gemeinwohl-Ökonomie“ über die „Soziale Marktwirtschaft“ eines Ludwig Erhards hinaus, erreicht aber nicht die wirtschaftliche Gleichschaltung von Unternehmen im Genossenschaftswesen eines Friedrich Wilhelm Raiffeisen oder Hermann Schulze-Delitzsch.

Überhaupt hat sich Christian Felber der Sinuskurve der Normalverteilung, wie wir sie aus der Mathematik kennen, verschrieben. Er möchte in allen gesellschaftlichen Bereichen extreme Ausschläge vermeiden und setzt auf den gesunden Menschenverstand. In einem Live-Experiment ließ er die Anwesenden darüber abstimmen, welches Vielfache des Mindestlohns als legitime Höchstgrenze des persönlichen Verdienstes angesehen wird. Dabei stimmten die Anwesenden genauso ab, wie Probanden bei repräsentativen Umfragen in vielen größeren Industrienationen: Der Maximalverdienst sollte demnach bei etwa dem 10-20fachen des Mindestlohnes liegen. Alles, was darüber hinaus geht – genauso aber eine absolute Gleichmacherei – werden allgemein als unethisch empfunden.

Nach dem Vortrag Felbers kamen Vertreter der Samariter-Stiftung, der Meiko-Stiftung und der Sparkasse im Elsaß zu Wort und erläuterten, welche unterschiedlichen Ansätze sie bereits seit längerem verfolgen, um das Gemeinwohl zu stärken. Während die Samariter-Stiftung zu den bisher 500 Unternehmungen gehört, die nach den Vorgaben Christian Felbers ganz konkret formalisierte Gemeinwohl-Bilanzen erstellen, hält es die Firma Meiko schon seit bald 50 Jahren für selbstverständlich, als Familienstiftung auf die Ausschüttung von Gewinnen zu verzichten und sie statt dessen zum Wohle der Belegschaft wieder zu investieren. Die Sparkasse im Elsaß sieht ihre Aufgabe darin, gesellschaftliche Randgruppen zu unterstützen, und regionale Kultur-Förderung zu betreiben.

Bei der regen Diskussion mit den Anwesenden und beim abschließenden Empfang, zu dem der CAFA RSO eingeladen hatte, zeigten sich viele Besucher begeistert von dem Szenario, welches die Gemeinwohl-Ökonomie anbietet, und es wird vermutlich bald auch in Frankreich mehr Unternehmen geben, die sich als „Pfadfinder“ auf diesen Weg begeben. Die erste Regionalgruppe, bei der Mitstreiter willkommen sind, befindet sich in Strasbourg.

Hier wird begonnen, die Wirtschaft von den Händen auf die Füße zu stellen, was Christian Felbers Handstand demonstrieren sollte.

www.ecogood.org

www.cafa-rso.eu

 

FOTOS: © Patrick Flick

Besuch des CAFA-RSO in der Eventakademie Baden-Baden

Baden-Baden / Strasbourg, 19.2.2019

Die Mitgliederversammlung des CAFA RSO findet abwechselnd in Frankreich und Deutschland statt. 

In diesem Jahr lud der Club Mitglieder und Gäste auf das Gelände der „EurAka Baden-Baden gGmbH“ ein (ehemals Europäische Medien- und Event-Akademie gGmbH; www.euraka.de). Versammlungsort war die sogenannte „Akademiebühne“ (www.akademiebuehne.de), die im Alltag als Übungsraum für diverse Ausbildungsgänge rund um Theater, Bühne und Fernsehen dient.

Die Euraka ist das Herzstück des Konversionsgebietes rund um die frühere Kaserne und das Wohngebiet der französischen Besatzungstruppen in Deutschland, die beides 1999 aufgaben.

Hierüber berichtete zum Auftakt Markus Börsig, Geschäftsführer der „Cité-Entwicklungsgesellschaft gGmbH“ und langjähriger Gestalter des Konversionsprozesses der früheren französischen Kaserne in Baden-Baden, die als Verwaltungszentrale der früheren französischen Zone in Deutschland fungierte. 

Das nun Ausbildungszwecken dienende Tagungsgebäude war ursprünglich als Kino geplant und wurde nach dem Siegeszug des Fernsehens in einen multireligiösen Andachtsraum umgewandelt, in welchem sowohl die christlichen Kirchen als auch Juden und Muslime Gottesdienste abhalten konnten.

Der Vortrag machte deutlich, wie wichtig den Konversions-Verantwortlichen von Anfang an der Erhalt möglichst vieler Erinnerungen an die französische Präsenz in Baden-Baden war, welche in den letzten Jahren und bis heute von einer tiefen Völkerfreundschaft geprägt war.

Im Anschluß hatten die ca. 35 Teilnehmer Gelegenheit, die Kulissen der deutschen Kriminalfilm-Reihe „Tatort“ im ehemaligen Lycée der Franzosen zu besichtigen. Die Besonderheit ist, daß der Südwestrundfunk (SWR) hier gleich für drei regelmäßige Tatort-Produktionen (Stuttgart, Ludwigshafen und Freiburg) die Kulissen unter einem Dach hat, was erhellende Rückschlüsse auf die Arbeitsökonomie beim Abdrehen der Folgen erlaubt.

Die eigentliche Mitgliederversammlung diente dem Rückblick und der Vorausschau auf die im letzten Jahr organisierten bzw. die für 2019 bereits geplanten Veranstaltungen. Formal im Zentrum standen die Entlastung des Vorstandes und die anstehenden Neuwahlen der Funktionsträger des Vereins, sowie der Genehmigung des wirtschaftlichen Jahresabschlusses 2018 und des Wirtschaftsplanes für 2019.

Als Wirtschaftsprüfer gab Hans-Dieter Jundt seine langjährige Funktion auf. An seine Stelle tritt David DOERFLINGER, von der Kanzlei OTH.

Aus ihrer Funktion im Vorstand traten Ellen Delzant und Francine Jeanblanc-Schwab zurück. Neu in den Vorstand wurde Axel Stabnau gewählt.

Die beiden Co-Präsidenten, Daniel Steck und Marduk Buscher, dankten den ausscheidenden Funktionsträgern für ihre engagierte Mitarbeit im Club und gratulierten den neuen Amtsinhabern.

Zum Abschluß wurden die Gäste von dem Team der Mensa der Euraka bewirtet, und der Abend klang bei einem „verre d'amitié“ gesellig aus.

 

Unterzeichnung des Aachener Vertrages

Vier Monate vor den Europawahlen (26. Mai 2019) haben Angela Merkel und Emmanuel Macron am 22. Januar 2019 in Aachen einen Kooperationsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland unterzeichnet. Dieser Vertrag stellt eine Ergänzung und Vertiefung jenes Vertrages dar, der am 22. Januar 1963 im Elysée-Palast von Konrad Adenauer und Charles de Gaulles unterzeichnet wurde. 

Mit der Unterzeichnung des Vertrages von Aachen senden Deutschland und Frankreich ein starkes Signal, das dem europäischen Aufbauwerk neue Impulse geben soll. Insbesondere für die Region Oberrhein ergeben sich aus dem Vertrag konkrete Möglichkeiten für eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit (siehe Kapitel 4, Abs. 13-17).

Hier zum Vertrag: Aachener Vertrag (PDF)

Die transrheinische Kooperation schreitet voran…

Neue Perspektiven eröffnete die Veranstaltung des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein und der Wirtschafts- und Handelskammer Elsass Eurometropole (CCI Alsace Eurométropole) im Rahmen der Woche des Europäischen Unternehmers. Das Thema der Veranstaltung lautete: „Die Zukunft der Jugend im Oberrhein. Die grenzüberschreitende Ausbildung – ein wichtiges Instrument“.

Zu diesem Anlass fanden sich am 12. November wichtige Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in einem vollbesetzten Saal in der Wirtschafts- und Handelskammer ein, um das sehr interessierte Publikum über neue Entwicklungen im Bereich der transrheinischen Kooperation zu informieren.

Wo steht die « transrheinische » Kooperation heute, 15 Jahre nach der Erklärung von Jacques Chirac und Gerhard Schröder?

Herr Peter WEISS, Abgeordneter im Berliner Bundestag für den Kreis Emmendingen/Lahr, engagiert sich seit Jahren sehr stark für diese Zusammenarbeit. Er spricht lieber von einer „transrheinischen“ als von einer „grenzüberschreitenden“ Kooperation, gilt es doch heute, sich von der Vorstellung der Grenze zu lösen und den Oberrhein zu einem Raum zu machen, in dem Bürger aus dem Elsass, aus Baden, der Nordschweiz und der südlichen Pfalz zusammen leben.

Herr Jean Luc HEIMBURGER, Präsident der Wirtschafts- und Handelskammer Elsass Eurometropole schlägt in die gleiche Kerbe: Die Kooperation im Oberrhein steht stellvertretend für den europäischen Gedanken. Gelingt es uns nicht, Hindernisse und Störfaktoren (von denen im Übrigen 243 identifiziert wurden) im Handel zu beseitigen, ist Europa zum Scheitern verurteilt.

Somit ist der Ton vorgegeben: Europa wird auf lokaler Ebene und durch konkrete Tatsachen umgesetzt. Herr Sylvain WASERMAN, Vize-Präsident des Parlaments, Abgeordneter für das Departement Bas-Rhin und Autor einer vielbeachteten Studie (6 propositions pour innover au coeur de l’Europe [6 Vorschläge für Innovation im Herzen Europas]), setzt sich ebenfalls in diesem Sinne ein. Herr Waserman spricht insbesondere die Schaffung eines deutsch-französischen Parlaments im Rahmen der Reformierung des Elysée-Vertrages an. Seines Erachtens wird ein solches Parlament einen historischer Schritt darstellen und nicht nur den deutsch-französischen „Motor“ stärken, sondern auch für eine substantielle Verbesserung im Handel und in allen Lebensbereichen der Bürger sorgen, so durch die gleichzeitige und identische Umsetzung von europäischen Richtlinien und eine Harmonisierung des jeweiligen gesetzlichen Rahmens in Deutschland und Frankreich. 

Diese Initiative wird neue Perspektiven für Innovationen auf lokaler Ebene eröffnen und der Region Oberrhein endlich die seit langem erhoffte Dimension eines „Labor Europas“ verleihen; die neue „Europäische Kollektivität Elsass“ kommt dieser Initiative entgegen und wird dabei eine wichtige Rolle spielen.

Für Herrn Wolfgang GRENKE, Präsident der Internationalen Handelskammer und Vize-Präsident der Eurochambres in Brüssel, liegen die Dinge ganz klar. In einer Zeit, in der die Menschen mehr Bürgernähe fordern, nimmt die Bedeutung der Regionen und Metropolen zu. In Brüssel wird die Kooperation im Oberrhein als Modell für andere Regionen betrachtet und dementsprechend stark unterstützt. Zweifelsohne wird der innovativen Region Oberrhein im Rahmen des europäischen Aufbauwerks eine zunehmende Bedeutung zukommen, so Herr Grenke.

Das zweite Podium beschäftigte sich in engem Zusammenhang zum Thema Europa und grenzüberschreitender Kooperation mit der grenzüberschreitenden Ausbildung. Es diskutierten Vertreter von französischen und deutschen Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen sowie Unternehmen, die Lehrlinge aus Deutschland und Frankreich ausbilden. Herr Prof. Dr. Holger BECKER, stellvertretender Rektor der Dualen Hochschule BW in Karlsruhe, betonte, sie wären sehr offen für neue Projekte zur Förderung der dualen Ausbildung. Die Hochschule arbeitet eng mit Unternehmen wie SAFRAN in Molsheim zusammen, dessen Direktor Marc Schott anmerkte, die Unternehmen müssten generell attraktiver werden, um die besten Talente anzuziehen, ob diese nun aus Frankreich oder aus Deutschland kämen. Keinen Unterschied mehr machen hinsichtlich der Herkunft der Auszubildenden, wäre das nicht der beste Beweis für eine gelungene Integration? 

Herr Peter CLEISS, Direktor der Beruflichen Schulen Kehl, teilte mit, dass von 1200 Schülern nur in etwa 50 aus dem Elsass kämen. Er würde es sich selbstverständlich wünschen, dass mehr Schüler aus Frankreich den Weg nach Kehl schaffen, zumal die Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich noch extrem hoch ist. Seines Erachtens wären auch die sinkenden Sprachkenntnisse der jungen Elsässer kein Problem, gelänge es doch den Beruflichen Schulen Kehl, in nur wenigen Monaten afghanische und syrische Schüler zu integrieren, die die deutsche Sprache vorher gar nicht beherrschten. Herr Marc VEDRINES, Leiter der Abteilung für Mechatronik des INSA Strasbourg, bedauerte seinerseits, dass derzeit erst wenige Deutsche in der Hochschule eingeschrieben wären, und dies, obwohl die INSA bestens auf ausländische Studenten ausgerichtet wäre.

Michael ENDERLE, der in den Badischen Stahlwerken in Kehl für die Ausbildung der Lehrlinge verantwortlich ist, zeichnet ein erfreuliches Bild: für 40 Stellen für Auszubildende erhalten wir in etwa 180 Bewerbungen, von denen ein Gutteil aus dem Elsass kommen. Und 2016 wäre einer ihrer Auszubildenden – der Elsässer Pierre Kurtz – als „bester Lehrling Deutschlands“ ausgezeichnet worden.

Zum Abschluss des Abends wurde der CAFA RSO-Preis 2018 an ein Team von jungen Ingenieuren verliehen, die im Rahmen des TriRhenaTec-Programmes einen Roboter entworfen und entwickelt hatten. 

Der Abend gibt Anlass zur Hoffnung, dass die „transrheinische“ Kooperation bei unserer Jugend in guten Händen ist und endlich der politische Wille da ist, an einer Zukunft zu arbeiten, die nicht hinter ihren Ambitionen zurück bleibt.

Norma Serpin

 

 

 

Grenzüberschreitende Mobilität – und wie soll es nun weitergehen?

„Grenzüberschreitende Mobilität“ war das Thema einer Podiumsveranstaltung, welche der CAFA-RSO im Februar 2018 veranstaltet hatte, um auf bestehende Probleme hinzuweisen (siehe auch: http://www.cafa-rso.eu/index.php/fr/agenda/manifestations-passees/detailevenement/44/-/soiree-thematique-le-transport-transfrontalier-dans-le-rhin-superieur).

Um die Nachhaltigkeit der Veranstaltung herzustellen, haben wir einige der politisch Verantwortlichen und der Betroffenen-Vertreter auf dem Podium um eine Nachlese gebeten. Dabei zeigen sich einige positive Entwicklungen, obwohl uns das Hauptproblem zu weniger rheinüberschreitender Brücken wohl noch einige Jahrzehnte begleiten wird.

Lesen Sie dazu die Statements unserer Podiumsgäste! Etwa ein Mal im Jahr werden wir künftig nachhaken, wie sich das Thema weiter entwickelt.

Marduk Buscher 

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Evelyne Isinger, Vorsitzende der Kommission Transport der Region Grand Est (übersetzt vom CAFA RSO)

Die grenzüberschreitende Mobilität ist auf bestem Weg!

Die ersten Ergebnisse einer Studie, die von der Region Grand Est getragen und von mehreren Partnern (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland, Schweiz, europäische Fonds) mitfinanziert wird, liegen mittlerweile vor.

Bestärkt von diesen Ergebnissen und vor den Hintergrund verschiedener anderer Elemente – so laufen dies- und jenseits des Rheins bestehende Betriebsverträge aus, das französische Eisenbahntransportgesetz wurde nivelliert – nimmt die grenzüberschreitende Mobilität in der Region Oberrhein und darüber hinaus wieder an Fahrt auf.

Wir stehen heute tatsächlich an einem Scheideweg: der politische Wille zu handeln und mehrere positive Faktoren begünstigen ein ehrgeiziges Programm zum Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs und der Fahrgastinformation. 

So unterzeichneten die Region Grand Est und die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland Resolutionen zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrsangebote zwischen Deutschland und Frankreich. Das Land Baden-Württemberg wird dem Beispiel folgen, sobald die Gespräche hinreichend fortgeschritten sind.

Doch die grenzüberschreitende Mobilität ist nicht nur auf bestem Weg, sondern legt auch gleich an Geschwindigkeit zu. Auch das Umladen der Fracht an der Grenze sollte bald der Vergangenheit angehören. Diese Verbesserungen sind ein konkreter Beitrag zu dem europäischen Aufbauwerk, das sich unsere Bürger wünschen und an dem sie arbeiten.

 

Resolution zur Verbesserung der Verkehrsangebote zwischen der Region Grand Est und dem Saarland

Resolution zur Verbesserung der Verkehrsangebote zwischen der Region Grand Est und Rheinland-Pfalz

 

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Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Präsident von Eucor – The European Campus

Europa erfahren – mit einem Semesterticket am Oberrhein

Wer Europa in seiner Vielfalt erleben will, kann dies nicht allein von zuhause aus. Europäische Erfahrungen bedürfen eines Ortswechsels, eines Perspektivenwechsels und persönlicher Begegnungen. Erst mit dem Blick über den Tellerrand wird der Horizont weit.

Der grenzüberschreitende Universitätsverbund Eucor – The European Campus, zu dem die Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie zählen, ermöglicht seinen Studierenden tagtäglich europäische Erfahrungen. Durch die Verzahnung der Universitäten und das Öffnen der Lehrangebote können sich die Studierenden einen trinationalen Stundenplan zusammenstellen und ihren gewählten Studiengang quasi à la carte in Deutschland, Frankreich und der Schweiz studieren. Ein attraktives Angebot, das in der Umsetzung jedoch ein großes Maß an Eigeninitiative und Vorleistung von den Studierenden voraussetzt. Denn um im wahrsten Sinne des Wortes Europa zu „erfahren“, müssen je nach Ziel verschiedene Tarifangebote der Verkehrsunternehmen verglichen und kombiniert sowie Kosten von ca. 250 bis 500 Euro vorgestreckt werden. Sowohl für die Studierenden als auch für die Universitäten, die die Fahrtkosten im Nachhinein teilweise oder in Gänze erstatten, kann diese Situation nicht befriedigend sein – umso weniger vor dem Hintergrund, dass sich der Verbund zu einer „Europäischen Universität“ weiterentwickeln will.

Der Vorschlag des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, Europäische Universitäten aufzubauen, hat neuen Schwung in die europäische Wissenschaftspolitik gebracht. Die Europäische Union hat das Thema aufgegriffen und ein Förderprogramm für Europäische Universitäten ins Leben gerufen. Für Eucor – The European Campus beinhaltet dies die Chance, eine neue Qualität der Zusammenarbeit zu erreichen. Der Verbund möchte im Zuge dessen auch die Mobilität erleichtern. Wir fordern ein trinationales Semesterticket am Oberrhein – unkompliziert und bezahlbar.

Am 19. Februar diesen Jahres hat der deutsch-französische Wirtschaftsclub CAFA RSO eine Veranstaltung zum grenzüberschreitenden Verkehr am Oberrhein organisiert. Auf dem Podium in Baden-Baden diskutierte ich unter anderem mit dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann, der Präsidentin für Transport und Verkehr von Grand Est Evelyne Isinger sowie dem Präsidenten der Eurometropole Strasbourg Robert Herrmann über die dringende Notwendigkeit eines trinationalen Semestertickets. Seitdem ist Eucor – The European Campus einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Auf dem Weg zur Europäischen Universität bekommt der Universitätsverbund starken Rückenwind aus der Politik. Am 12. April unterzeichneten in Strasbourg Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Jean Rottner, Präsident der Region Grand Est, und Sophie Béjean, Rectrice der Académie de Strasbourg, eine gemeinsame Absichtserklärung, Eucor – The European Campus zu einer Europäischen Universität weiterzuentwickeln. Teil dieser Idee muss eine unkomplizierte Mobilität sein, und dafür ist ein gemeinsames Semesterticket das beste Instrument. Das ist auch den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern bewusst. Für das Semesterticket rechnen wir mit großer politischer Unterstützung – damit die Studierenden am Oberrhein einfacher und günstiger als bisher alltäglich Europa erfahren können.

 

 

 

Der Deutsch-Französische Wirtschaftsclub Oberrhein (CAFA RSO) informiert sich zum Thema e-commerce

Zu einer originellen Veranstaltung fanden sich am 10. Oktober 2018 die Mitglieder des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs (Club d’Affaires Franco-Allemand du Rhin Supérieur – CAFA RSO) im Centre de Conférences de l’Aar in Strasbourg Schiltigheim ein, denn die Informationsveranstaltung mit Fachvorträgen und einem Erfahrungsbericht wurde mit einer Vernissage des Straßburger Künstlers Patrick Bastardoz verbunden.

Drei Anwältinnen der Straßburger Rechtsanwaltskanzlei Valoris Avocats und ein deutscher Anwalt der Stuttgarter Kanzlei Menold Bezler erläuterten dem interessierten Publikum die wichtigsten Regeln des e-commerce im Bereich indirekte Besteuerung (Umsatzsteuer), Wettbewerbsrecht und in Bezug auf den Schutz personenbezogener Daten.

Die Vortragsreihe wurde eröffnet durch einen allgemeinen Teil, den Annette Ludemann-Ober (Avocat in der Kanzlei Valoris Avocats und Mitglied des Vorstandes des CAFA RSO) präsentierte. Die Teilnehmer konnten sich ein Bild machen von der Bedeutung und den Auswirkungen des e-commerce: So gaben die französischen Konsumenten allein im Jahr 2017 mehr als 87 Milliarden Euro für e-commerce-Produkte aus, über 14% mehr als im Vorjahr! Im Vergleich belief sich diese Zahl im Jahr 2010 auf „nur“ 30 Milliarden (Quelle: Fevad).

Annette Ludemann-Ober versäumte es auch nicht, die Zuhörer auf gesellschaftliche Probleme und Gefahren in Zusammenhang mit dem Phänomen e-commerce hinzuweisen: drohende Verödung der Stadtzentren (eine Entwicklung, die noch verstärkt wird durch die rückläufige Bevölkerungsentwicklung in Deutschland), Monopolbildung, Steuerung unseres Einkaufsverhaltens, Manipulation des Konsumenten durch das Speichern und die Verwendung von Daten (Big Brother begleitet uns auf unserem Einkaufsbummel!), höheres Transportaufkommen und Luftverschmutzung infolge des Versands vieler Kleinbestellungen, Abhängigkeit der Händler von den Transporteuren, höherer Wettbewerbsdruck…

Doch der e-commerce, der oft als Feind des Ladens in der Fußgängerzone dargestellt wird, kann auch durchaus zu dessen Verbündeten werden. So ermöglicht er Geschäften, einen größeren Kundenkreis zu erreichen, und dies auch auf internationaler Ebene. Außerdem können Geschäfte ihre Laufkundschaft enger an sich binden, indem sie ihre Produkte parallel zum stationären Verkauf auch online vertreiben, und Produkte, die im Laden verkauft werden, können auf einer digitalen Plattform beworben werden etc. Zahlreiche lokale Händler tragen zur Entwicklung von innovativen und umweltfreundlichen Transportlösungen bei (Lieferung der Produkte zu Fuß, per Fahrradboten, Konsignations- bzw. Abhol-Lösungen, Crowdsourcing …). Und manche Händler, die bisher nur online tätig waren, richten nun auch Ladengeschäfte ein – sei es, um den Kundenservice anzubieten, den Konsumenten im Online-Handel bisher vermissen, oder um in den Genuss bestimmter Vorteile in Zusammenhang mit dem Wettbewerbsrecht zu kommen. Die Antworten auf diese Fragen sind wohl so vielschichtig wie die Akteure auf diesem rasant wachsenden Markt, so Rechtsanwalt Dr. Jochen Bernhard.

Die Wahl der richtigen Strategie für das jeweilige Geschäftsfeld ist zweifelsohne von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen, das auch online präsent sein möchte. In der Folge gilt es, Fallstricke zu vermeiden…

Den Rechtsanwälten war es ein Anliegen, ihr Publikum auf diese Fallstricke aufmerksam zu machen. Eine mangelnde Kenntnis der geltenden Regeln und Bestimmungen kann mitunter teuer zu stehen kommen. So können sich Umsatzsteuerbeträge, die im BtoC-Geschäft irrtümlicherweise dem Endkunden (Verbraucher) nicht in Rechnung gestellt wurden, für das Unternehmen zu Kosten führen, welche die Rentabilität des Unternehmens stark negativ beeinflussen, warnte Laurence Berrutto. Anne Antoni ging anschließend näher auf die relevanten Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung ein (DSGVO).

Dem juristischen Teil der Veranstaltung folgte der Erfahrungsbericht eines Unternehmers in der Person von Bertrand Gillig, von der gleichnamigen Straßburger Kunst-Galerie. 

Herr Gillig betonte, dass es sich beim Kunstmarkt wohl um einen ganz besonderen Markt handelt, denn die „Produkte“ (sofern man Kunstwerke denn überhaupt als solche zu bezeichnen wagt) seien in Anbetracht ihrer Einzigartigkeit, der erforderlichen Beleuchtung und Inszenierung und ihrer kostbaren Natur nicht wirklich für diesen Vertriebskanal geeignet. Allerdings kann sich auch in diesem besonderen Bereich eine Präsenz im Internet durchaus als interessant erweisen, um insbesondere die Verbindung zwischen dem Verkäufer und dem Kunden herzustellen. Doch auf jeden Fall erscheine am Kunstmarkt ein Multi-Channel-Ansatz erfolgsversprechender als eine reine Internettätigkeit.

 

 

Tanken in Frankreich: Europaweit einheitliche Kennzeichnungen für Kraftstoffe

Seit 12. Oktober 2018 müssen Tankstellen in Europa einheitliche Kennzeichnungen für Kraftstoffe verwenden, um Autofahrern etwa im Urlaub oder auf der Durchreise das Tanken zu erleichtern. Während die neuen Namen in Frankreich bereits eingeführt wurden, lässt Deutschland auf sich warten.

Mit der Richtlinie 2014/94/EU, die am 12. Oktober 2018 in Kraft getreten ist, gelten in allen EU-Ländern, Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Serbien, in der Schweiz sowie in der Türkei einheitliche Kennzeichnungen für Kraftstoffe. Die neuen Etiketten befinden sich künftig auf Zapfsäulen und Zapfpistolen, aber auch in Tankklappen von Neufahrzeugen. Ziel ist es, Fahrzeugnutzerinnen und -nutzern europaweit die Wahl des richtigen Treibstoffs zu erleichtern und somit Fehlbetankungen zu vermeiden.

Was muss ich künftig tanken?

Wer z. B. nach Frankreich fährt und Super95 tanken möchte, muss künftig nach E5 Ausschau halten. Wer Super E10 braucht, nach E10. Wer Diesel benötigt, nimmt B7 oder B10, je nachdem, was das Fahrzeug braucht. Wer Autogas tankt sucht nach LPG. Erdgasfahrer kaufen künftig CNG.

* Benzinartige Kraftstoffe werden mit einem Kreis gekennzeichnet. E steht dabei für Bioethanol. Die Zahl für den prozentualen Anteil. Bei E10 also 10 % Bioethanol.

* Dieselartige Kraftstoffe werden mit Quadraten gekennzeichnet: Hierbei steht B für Biodiesel und die Zahl für den prozentualen Anteil. Bei B7 also 7 % Biodiesel. XTL ist die Abkürzung für synthetischen Diesel.

* Gasförmige Kraftstoffe werden mit Rauten gekennzeichnet: CNG bedeutet Erdgas, H2 Wasserstoff, LNG Flüssig-Erdgas und LPG Autogas.

Den gesamten Artikel finden Sie auf der Seite des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz:

Zum Artikel

 

 

 

Ecole du Flow: HipHop macht Schule?

Grenzuüberschreitend kreativ zu Europa, Weltkriegen & Konsum

Mit der Ecole du Flow starten Zweierpasch einen Aufruf an die Schüler beider Seiten des Rheins. Werdet kreativ, nehmt am großen Battle teil und gewinnt einen Besuch mit Proficoaching von Zweierpasch.

1)      Thema auswählen: Weltkriege, Europa, Umwelt & Konsum …

2)      Kreativ umsetzen mit Bezug zu Fremdsprache (Gedicht, Rap, Video, Performance, Foto...)

3)      Ergebnis einreichen (Fristende: Dez  2018)

4)      Abschluss-Battle mitmachen im Januar (mit Zweierpasch-Konzert)

Lehrer können ab sofort ihre Schulklassen zur Teilnahme anmelden.

Kooperationspartner: Centre Culturel Français Freiburg, Ernst Klett Verlag, Fondation Entente Franco-Allemande, Inta-Stiftung, Zweierpasch

Weitere Informationen

 

Grenzüberschreitende Rettungsflüge : Fehlanzeige!

Besuch des CAFA-RSO bei der DRF Luftrettung am Baden-Airpark

Baden-Baden / Strasbourg, 29.9.2018

Etwa 30 interessierte Mitglieder und Gäste des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs „Club d’Affaires Franco-Allemand du Rhin Supérieur – Oberrhein“, oder kurz CAFA RSO waren dieser Tage zu Besuch auf dem Baden-Airpark und haben sich Einrichtungen und Möglichkeiten des „Operation-Centers“ der „DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG“ präsentieren lassen.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt von dem großen Engagement der DRF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche sie sowohl durch Einsatzzentrale und Bereitschaftsquartiere der Luftrettung als auch den Hangar und die Hubschrauberwerft führten.

Vielen war nicht bewußt, daß sich in den nach außen unscheinbaren Gebäuden auf dem Airpark-Gelände die „Zentrale Koordinierungsstelle für Intensivtransporte Baden-Württemberg“ befindet, welche auch bundesweit die Flugbewegungen aller ca. 50 Einsatz-Hubschrauber an 29 Standorten sowie der beiden für die Rückholung verletzter oder erkrankter Bundesbürger aus dem Ausland eingesetzten Lear-Jets befindet.

Der gemeinnützige Verein mit mehreren Tochtergesellschaften geht zurück auf die Initiative der Björn Steiger Stiftung, die dem Motto folgt „Wir helfen Leben retten“. Unter Aufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart agiert die DRF seit bald 50 Jahren zum Wohle verletzter oder erkrankter Menschen, wenn ein Transport auf dem Boden zu lange dauern würde oder nicht möglich wäre. Dies ist immerhin in über 38.000 Fällen pro Jahr (2017) notwendig.

Wie bestellt, konnte die Besuchergruppe hautnah erleben, mit welch professioneller Ruhe eine in Rufbereitschaft befindliche Crew auf den Einsatzalarm reagierte und innerhalb der vorgeschriebenen zwei Minuten Reaktionszeit mit ihrem Helikopter das Flughafengelände verließ.

Die deutsch-französische Besuchergruppe des CAFA RSO interessierte natürlich vor allem auch das grenzüberschreitende Engagement der DRF Luftrettung und mußte leider erfahren, daß es zwar einen grundlegenden Kooperationsvertrag gibt, welcher Rettungsflüge auch jenseits des Rheins ermöglichen würde, daß aber wegen grund-verschiedener Entscheidungsprozesse und Usancen im gleich gegenüberliegenden Elsaß praktisch ausschließlich der einzige in Strasbourg stationierte und staatlich betriebene Rettungshubschrauber „Dragon“ zum Einsatz kommt, obwohl in vielen Fällen die deutschen Hubschrauber sehr viel schneller an einer in Frankreich gelegenen Unfallstelle vor Ort sein könnten. Lediglich Rücktransporte von verletzten Franzosen in ein Krankenhaus in Strasbourg kämen immer wieder mal vor, aber die Einsätze an Unglücksstellen im Elsaß könne man an einer Hand abzählen. 

Man spürte den Mitarbeitern an, daß dieses Verwaltungs-Hemmnis sich nicht mit ihrem hohen ethischen Anspruch verträgt. „Wir wollen doch Leben retten – ganz gleich, welcher Nationalität der Verletzte auch sei und wo im Umkreis von etwa 60 Kilometern sich die Unglücksstelle befindet“, brach es förmlich aus der referierenden XXX Langer heraus, welche die Disposition der am Airpark stationierten 14 Hubschrauber verantwortet. Und XXX Blum, Technischer Leiter der Hubschrauberflotte und der Werft, ergänzte, wir seien doch schließlich in Europa, und da müßten doch „grenzüberschreitende Einsätze heutzutage selbstverständlich sein“.

Leider deckt sich dieser Frust mit anderen Erfahrungen des CAFA RSO, welcher schon im letzten Jahr angesichts der neuen französischen Entsendegesetze, welche den Einsatz von Mitarbeitern deutscher Firmen in Frankreich regeln, oder auch im Rahmen einer CAFA-Veranstaltung zum grenzüberschreitenden Verkehr leider die Erfahrung machen mußte, daß der europäische Gedanke am Oberrhein längst noch nicht von allen Behörden auch so gelebt wird, wie Bürgerinnen und Bürger, aber auch Firmen auf beiden Seiten des Rheins es für wünschenswert halten würden.

Trotz dieser lösbaren Schwierigkeiten wird so mancher Gast der Veranstaltung gerne den Antrag auf eine Förder-Mitgliedschaft in der DRF Luftrettung mitgenommen haben, denn schließlich kann jeder Bürger am Oberrhein einmal in die mißliche Lage kommen, auf einen Hubschrauber der DRF Lebensrettung angewiesen zu sein.

www.drf-luftrettung.de

Frankreich: Neues Gesetz könnte grenzüberschreitende Dienstleistungen wiederaufleben lassen

Seit 2015 bürdet die französische Regierung Unternehmen einen erhöhten Verwaltungsaufwand auf und erschwert es ihnen so, Mitarbeiter von einem anderen EU-Land  nach Frankreich zu entsenden. Vor allem in der deutsch-französischen Grenzregion wirkt sich das negativ auf grenzüberschreitende Dienstleistungen aus: Das Angebot für französische Verbraucher ist seither stark eingeschränkt, vor allem bei Handwerkern aus Deutschland. Ein neues Gesetz, das am 1. August 2018 von der französischen Nationalversammlung verabschiedet wurde, soll das nun ändern.

Unter dem nachstehenden Link finden Sie einen ausführlichen Artikel des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz e. V. zu diesem Thema. 

Artikel

Wir freuen uns, Ihnen den Start von Tandem-Europe mitteilen zu dürfen.

Tandem-Europe versteht sich als Dialogplattform für deutsche und französische Experten, 
als Ort des Gedankenaustauschs über Europa, so wie es diesseits und jenseits des Rheins wahrgenommen wird. 
Ziel von Tandem-Europe ist es, zum Ziel einer gemeinsamen europapolitischen Perspektive in beiden Ländern beizutragen.
Das erste Thema lautet: 
Welche gemeinsame Handlungsperspektiven Deutschland-Frankreich für einen Neustart der EU –:
Europa – « Neugründung », « neuer Aufbruch » oder neuer Realismus?
Weitere Informationen unter: https://www.tandem-europe.eu

Ergebnisse der Studie: Grenzüberschreitende Tätigkeiten: Schwierigkeiten besser verstehen, Chancen nutzen

Für diese Studie wurde eine Erhebung bei zehn Geschäftsführern von Gesellschaften, die auf beiden Seiten der Rheins tätig sind, durchgeführt. Diese wurde durch eine Podiumsdiskussion mit mehreren Unternehmern und weitere externe Studien ergänzt.
Die Befragung von deutschen und französischen Führungskräften hat bestätigt, dass Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftstätigkeit beiderseits des Rheins mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Gleichzeitig wurden aber auch Chancen und Optimierungsmöglichkeiten deutlich.
Die Ergebnisse dieser Befragung wurden präsentiert im Rahmen eines Themenabends am 1. Februar in der CCI in Strasbourg. Anschließend fanden Podiumsdiskussionen mit Führungskräften einerseits sowie französischen und deutschen Anwälten und Experten andererseits statt.

Ergebnisse der Studie (pdf)

 

Die Eröffnung der neuen Niederlassung von ZALANDO in Lahr im Jahr 2016 wurde in der Region Oberrhein mit regem Interesse verfolgt. Deutsche und französische Medien veröffentlichten zahlreiche Artikel zu diesem Ereignis, das auch in anderen Ländern Europas nicht unbemerkt blieb. ZALANDO zählt zweifelsohne zu den dynamischsten Unternehmen, die in jüngster Vergangenheit gegründet wurden. Die französische Tageszeitung le monde widmete ihm in seiner Wirtschaftsbeilage „ECO“ vom 2. September 2017 eine ganze Seite mit dem Titel „Zalando, die wunderbare Geschichte eines kleinen Berliner Start-ups, das 2008 mit dem Verkauf von Flip-Flops begann und 8 Jahre später zum europäischen Marktführer für Onlinehandel mit Mode (Schuhe, Bekleidung, Accessoires) wurde“. Die Zahlen des Unternehmens für 2016 bestätigen diese Einschätzung: Ein Jahresumsatz von 3,6 Mrd. Euro, ein Gewinn von 225 Mio. Euro, 13.000 Mitarbeiter, ein geschätzter Börsenwert von 9,8 Mrd. Euro bei einem Jahreswachstum von 23%...
Darüber hinaus ist Zalando eines der Unternehmen, das in Berlin, wo es rund 5.700 Mitarbeiter beschäftigt, in jüngster Vergangenheit am meisten Arbeitsplätze geschaffen hat, womit Berlin zum dynamischsten Innovationszentrum für digitale Dienste in Europa geworden ist.
Das neue 130.000 m² große Logistikzentrum wurde in Lahr im Gewerbegebiet des Lahrer Flughafens errichtet und im Juli 2016 mit den ersten 30 Mitarbeitern unter der Leitung von Simon Straub eröffnet.
16 Monate nach seiner Eröffnung sind in der Niederlassung in Lahr 800 Mitarbeiter beschäftigt (für Anfang 2018 wird eine Zahl von 1000 Mitarbeitern anvisiert). Die Mitarbeiter arbeiten fünf Tage die Woche in zwei Schichten und jeden dritten Samstag. Die Teams sind multikulturell (40 Nationalitäten sind repräsentiert). 40% der Belegschaft sind Deutsche, in etwa 30% sind in Franzosen. Anweisungen an die Mitarbeiter werden automatisch in den zwei Sprachen ausgegeben.
Das neue Logistikzentrum von ZALANDO in Lahr ist die ideale Ergänzung der anderen 5 Niederlassungen, die bereits in Betrieb sind – drei in Deutschland, eine im Großraum Paris und eine in Italien (Lombardei). Die Wahl fiel auf Lahr aufgrund der strategischen geografischen Situation der Stadt, aus der 3 Länder beliefert werden können: Süddeutschland, Schweiz und Frankreich.
Die Niederlassung besteht aus 4 immensen Hallen, die durch Förderlinien, auf denen die Kartons transportiert werden, miteinander verbunden sind. Die zwei größten Hallen dienen der Lagerung (in etwa 250.000 verschiedene Artikel), in der dritten Halle werden die Waren entgegengenommen und in der vierten Halle werden die Bestellungen verschickt. Jeder eingehende Artikel wird mit einem Barcode versehen. Die Logistikkette wird gesteuert durch eine Software, die von ZALANDO entwickelt wurde. Jedoch ist der Automatisierungsprozess nicht allumfassend; dies ist nicht möglich, da das Sortiment zu starken Veränderungen unterworfen ist.
2018 wird ZALANDO seine Produktpalette noch erweitern und auch Kosmetikprodukte und Parfums in sein Sortiment aufnehmen.
Die Mitglieder und Freunde des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Oberrhein (CAFA RSO) wurden empfangen und durch die Niederlassung geführt von Herrn Simon STRAUB, Leiter des Logistikzentrums Lahr, und Pierre GARCIA, Stellvertreter des Personalleiters Herr Thomas WILM. Herr Thomas WILM war den Mitgliedern des CAFA RSO bereits bekannt aus der vom Verein organisierten Konferenz zur Situation des Arbeitsmarktes im Oberrhein (am 16. November 2016), anlässlich der Herr Wilm näher auf die Personalpolitik von ZALANDO einging. 

Grenzüberschreitender Verkehr als Motor der deutsch-französischen Freundschaft

Podiumsdiskussion des deutsch-französischen Wirtschaftsclubs „CAFA-RSO“ in Baden-Baden

Baden-Baden / Strasbourg, 19.2.2018
Etwa 120 interessierte Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind am Montag im Saal des Hotels „Societé“ in Baden-Baden zusammengekommen, um über Probleme und Chancen des grenzüberschreitenden Verkehrs am Oberrhein zu diskutieren.
Eingeladen hatte der „Club d’Affaires Franco-Allemand du Rhin Supérieur – Oberrhein“ oder kurz: CAFA RSO. Seine beiden Co-Präsidenten, Daniel Steck und Marduk Buscher, betonten einleitend, daß „grenzüberschreitende Information und Verkehr die beiden Säulen“ seien, „ohne die eine dauerhafte Völkerfreundschaft nicht bestehen kann“.
Dem stimmte der Baden-Württembergische Verkehrsminister, Winfried Hermann, gerne zu und erläuterte in seinem Redebeitrag die strategischen Projekte, welche die verbindende Mobilität am Oberrhein zukünftig verbessern sollen.
Sein Schwerpunkt liege aber unter den Gesichtspunkten Ökologie und Nachhaltigkeit auf „weniger Verkehr und dafür mehr Mobilität“ und orientiere sich an den Klimaschutzzielen der UN-Klimakonferenz in Paris. Den „Austausch verbessern“ und den „ÖPNV weiterentwickeln, damit es wenigstens einen Stundentakt geben wird“ seien die ersten Ziele, und natürlich fehlten dem Schienenverkehr „Brücken, die wir aufbauen müssen“, weil sie nach dem Krieg noch immer nicht wieder aufgebaut worden seien – z.B. auf den Strecken Colmar-Freiburg und Rastatt-Hagenau – denn, „so arm sind wir doch nicht!“ Allerdings, so Winfried Hermann sei zu diesen neuen Brückenschlägen die Unterstützung von Berlin und Paris unumgänglich.
Solange dies nicht geschehen sei, könne der Schienenverkehr zunächst durch „Regio-Schnellbusse“ ersetzt werden, und ein grenzüberschreitender Einheitstarif solle helfen, die Geltungsbereiche der Regionaltarife zu überwinden.
Für Havariefälle (wie den „Rastatter Tunnel“) müßten außerdem auf der jeweils anderen Rheinseite Redundanzen zu den bestehenden Verkehrswegen geschaffen werden.
Anschließend trugen die Präsidentin für Transport und Verkehr in der neugeschaffenen französischen Gebietskörperschaft „Grand Est“, Evelyne Isinger, sowie der Präsident der Eurometropole Strasbourg, Robert Herrmann, Ihre Planungen und Ergebnisse vor.
In der neugeschaffenen Gebietskörperschaft „Grand Est“, die vom Rhein bis vor die Tore Paris‘ reicht, müsse zunächst die bestehende Infrastruktur auf einen zeitgemäßen und europäischen Standard gebracht werden, so referierte Madame Isinger. Dazu gehöre die Modernisierung aller Bahnhöfe und Züge, sowie der Strecken und Signalanlagen im Schienenverkehr.
Eine Tarifharmonisierung gebe es an manchen Stellen schon und solle künftig den grenzüberschreitenden Verkehr erleichtern helfen. Dabei setze man auf moderne Digitalisierungstechnik und e-Tickets, die via Smartphone verwaltet werden könnten. Dort, wo der Schienenverkehr noch nicht (wieder) zur Verfügung stehe, sieht auch Madame Eisinger Schnellbusse als leicht realisierbar an. Ein erster Schritt zu gemeinsamen Planungen könne beispielsweise auch die gemeinsame Ausschreibung von Beschaffungsprojekten auf europäischer Ebene sein.
Robert Herrmann beschwor einleitend zu seinem Referat die besonderen Qualitäten der „Blauen Banane Europas“, nämlich der Oberrheinregion, auf welche viele in Europa voller Neid schauten, weil dort eine so große Dichte an Straßen, Flug- und Flußhäfen vorhanden sei. Dabei könne man natürlich alles verbessern, und es sei kein Dauerzustand, daß am gesamten Oberrhein nur so viele Brücken den Rhein überspannten, „wie im Stadtgebiet von Köln“.
Für ihn sei dies aber auch eine Chance, um über neue Technologien nachzudenken, wie z.B. Busse mit Brennstoffzellentechnik, Autonomes Fahren und eine Verlagerung von Transportkapazitäten auf den Fluß.
Bei all dem müßten Verwaltungsstrukturen durchlässiger werden, und das Subsidiaritätsprinzip sinnvoll durch Hilfestellungen aus den Zentren aufgeweicht werden, um zügig zum Ziel zu kommen.
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Eine nur auszugsweise gezeigte Präsentation trostloser Infrastruktur im Bereich des öffentlichen Personen-Nah-Verkehrs machte nach diesen drei Keynotes schnell deutlich, daß „in der Fläche“ keineswegs alles in so rosigem Licht erscheint, wie die Politiker es gerne hätten.
Unter engagierter Publikumsbeteiligung  fand die anschließende Podiumsdiskussion statt, zu welcher der Rektor der UNI Freiburg und Präsident des „Europäischen Campus“ : „eucor“, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer; François Dugimont als Director Human Resources der Firma Heel; Jean-Claude Pastel als Gründer und Präsidenten einer deutsch-französischen Kartonagen- und Logistik-Firmengruppe; sowie – last but not least – Ralph Neininger als Vorsitzender des „Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs“ (ADFC) Baden-Baden Rastatt Bühl hinzustießen. 
Themen waren neben der fehlenden Infrastruktur die suboptimale Vernetzung von öffentlichen Verkehrsangeboten auf beiden Seiten des Rheins sowie das Fehlen einer zielgruppenorientierten Tarifpolitik. Letztere wäre die Voraussetzung für eine stärkere Nutzung vorhandener oder auch zukünftiger Angebote durch die wichtigen Zielgruppen der Auszubildenden und der trinational ausgerichteten Studierenden am Oberrhein.
Dort bestehe mit den fünf angeschlossenen Hochschulen ein weltweit „einmaliger Wissenschaftsraum“, so Prof. Schiewer, deren 110.000 Studierende dringend ein bezahlbares Semesterticket benötigten, während sie momentan monatlich 250,- € für ihre grenzüberschreitende Mobilität zu zahlen hätten.
Einig waren sich die Politiker von beiden Seiten des Rheins, daß es eine „Zersplitterung der Kompetenzen“ gebe (Winfried Hermann), sowie ein „Problem der Zuständigkeiten“ (Evelyne Isinger), weshalb solch banale Themen, wie eine Einführung der Maut auf der französischen Rheintalautobahn A35 genauso ein Problem darstelle, wie die wünschenswerte Entfernung des Durchfahrt-Verbotsschildes für Fahrräder an der Staustufe Iffezheim. Einig war man sich, daß dort eigentlich dringend ein Fahrradweg gebaut werden müsse.
Für den Beobachter war es ein gutes Zeichen, daß die beiden Verkehrsverantwortlichen von Baden-Württemberg und Grand Est, Winfried Hermann und Evelyne Isinger im Anschluß an die Veranstaltung Visitenkarten austauschten, um den in Gang gekommenen Diskussionsprozeß fortsetzen zu können.
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Unter den Gästen des Abends befanden sich u.a. der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Strasbourg, Gerhard Küntzle; die Karlsruher Regierungspräsidentin Nicolette Kressl; die Landräte der Landkreise Rastatt und Ortenaukreis, Jürgen Bäuerle und Frank Scherer; der Präsident des Eurodistrikts PAMINA, Rémi Bertrand; der Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/die Grünen im Rastatter Kreistag sowie in der Regionalversammlung, Manuel Hummel; und der Leiter des Geschäftsbereichs für Außenwirtschaft und Infrastruktur der IHK Karlsruhe, Udo Götschel.
Souverän führte Evelin König als Moderatorin durch die zwar bewegte aber freundliche Diskussion des Abends. Sie ist nicht nur seit bald 20 Jahren aus ARD/SWR-Fernseh-Magazinsendungen wie „Kaffee oder Tee“ und dem „ARD-Buffet“ bekannt, sondern engagiert sich seit etwa einem Jahr auch als Organisatorin der europäischen Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ in Baden-Baden. Diese war denn auch als Kooperationspartner an der Vorbereitung des Abends beteiligt, genauso wie der „Bundesverband Mittelständische Wirtschaft“ (BVMW) sowie die Stuttgarter Schwestervereinigung des Veranstalters, der „CAFA Baden-Württemberg“.
Sozusagen über dem Geschehen schwebte das innovative Hybrid-Airplane des gleichnamigen Startups aus Baden-Baden, welches mit diesem die Vorteile von Flugzeug, Hubschrauber und Heißluftballon en miniature - und mit Erfolg! - zu verbinden sucht. Das Fluggerät, welches die behördliche Genehmigung besitzt, auch indoor und über Publikum zu fliegen, dokumentierte mit seiner Aufnahmetechnik nicht nur die Reden und Diskussionsbeiträge, sondern auch das abschließende und versöhnliche „Verre de l’amitié“ mit klassischem elsässischen Fingerfood und einem Glas deutschen Weines, zu welchem die beiden Co-Präsidenten im Namen des Vorstands und der Sponsoren des Abends einluden.

 

Seit einigen Jahren beschäftigt sich der CAFA RSO mit neuen Führungs- und Managementmethoden in den Unternehmen (Stichwort: „auf Augenhöhe » - in Frankreich spricht man übrigens vom „entreprise libérée“). In diesem Zusammenhang möchten wir auf zwei sehr interessante Radiosendungen zum Thema der „Ökonomie des Glücks“ von France Culture aufmerksam machen (in französischer Sprache): 

L'économie du bonheur (3/4) - « Au bonheur des travailleurs » 

Arbeit – Mittel zur Selbstentfaltung oder Entfremdungsfaktor ?
59 Minuten. Zu hören unter :
https://www.franceculture.fr/emissions/entendez-vous-leco/entendez-vous-leco-mercredi-31-janvier-2018

 

L'économie du bonheur (4/4) : Travailler pour être heureux

Immer mehr Arbeitnehmer suchen nach Sinn in ihrer Arbeit und fühlen sich durch die zunehmende Robotisierung und die Verbreitung von « bullshit jobs » bedroht. Das Interesse an Handwerk und Handarbeit steigt wieder. Andere sehen im Modell des „Lebenslohns“ eine Lösung.
Pour écouter l’émission de France Culture (59 minutes):
https://www.franceculture.fr/emissions/entendez-vous-leco/entendez-vous-leco-jeudi-1-fevrier-2018

 

Das 19. Treffen der Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs (CAFA) wird in Poitiers stattfinden.

Notieren Sie sich bereits den 13. bis 16. Juni 2018 in ihrem Kalender!

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Club d'Affaires franco-allemand Poitou-Charentes: http://www.cafa-poitoucharentes.eu

 

 

 

 

dfi aktuell / Informationen aus dem Deutsch-Französischen Institut Ludwigsburg

Pünktlich zum 55. Jahrestag des Elysée-Vertrages hat das Deutsch-Französische Institut in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung eine große Studie zu den deutsch-französischen Städtepartnerschaften fertig gestellt.
Viele fragen sich, wie aktiv die deutsch-französischen Städtepartnerschaften heute sind, von denen zahlreiche in Reaktion auf die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages 1963 geschlossen wurden. Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die bislang größte Studie zu den deutsch-französischen Städtepartnerschaften, an der sich 1.322 Gebietskörperschaften aus Deutschland und Frankreich beteiligten.
Die Ergebnisse der Studie sind auf Deutsch und Französisch verfügbar und können hier heruntergeladen werden:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/staedtepartnerschaften-den-europaeischen-buergersinn-staerken/
Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf der Homepage des dfi:
https://www.dfi.de/de/Projekte/projekte_staedtepartnerschaften.shtml

Der Museums-PASS-Musées ausgezeichnet 

Letzten November wurde der trinationale Förderverein Museums-PASS-Musées mit der Auszeichnung « Prix Bartholdi » gewürdigt. 
Nach Lothar Späth, Tomi Ungerer, Martin Herrenknecht, Roland Mack oder Eucor-the european Campus hat der Museums-PASS-Musées den Ehrenpreis Bartholdi für sein grenzüberschreitendes Engagement erhalten. 
Diese trinationale Initiative ist in der Oberrheinregion die einzige, die im Bereich Kultur von staatlichen Mitteln unabhängig ist. Der Museums-PASS-Musées gilt als Eintrittskarte für rund 320 Museen, Schlösser und Gärten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und verstärkt dadurch die kulturelle Mobilität unserer Region und die Kenntnis der Nachbarländer. 
Die Auszeichnung wurde am 16. November im Musée Unterlinden Colmar in Anwesenheit von zahlreichen Vertretern der Politik, der Universitäten, der Kultur und der Wirtschaft aus den drei Ländern vergeben.
Mehr Informationen zum Museumspass unter: http://www.museumspass.com/de
Über den Prix Bartholdi: Der Prix Bartholdi ist der einzige Preis, der grenzüberschreitend im Hochschulbereich der Metropolregion Oberrhein verliehen wird. Sein Ziel ist es, die trinationale Kooperation regionaler Hochschulen sowie die Internationalisierung von Studium und Berufsausbildung zu fördern. Der Prix Bartholdi trägt dazu bei, die Oberrheinregion als Wissens- und Wirtschaftsstandort attraktiver und somit auch in Hinblick auf den internationalen Wettbewerb der Standorte noch konkurrenzfähiger zu machen.
Mehr zum Prix Bartholdi: http://www.prixbartholdi.com/de/wilkommen/

 

Der Deutsch-Französische Wirtschaftsclub Oberrhein ist auch in diesem Jahr wieder einer der Partner der Woche des europäischen Unternehmers. 

Frankreich: Protektionismus frustriert deutsche Unternehmer

Vom 11. bis 15. Oktober wird Frankfurt am Main wieder Schauplatz des weltweit größten Buch- und Literaturereignisses.

Ehrengast der Frankfurter Buchmesse ist dieses Jahr Frankreich.

Hier zur Website http://www.buchmesse.de/de/

Besucher haben nicht nur die Möglichkeit, zahlreiche Vorträge und Lesungen von Autoren beizuwohnen. Die Buchmesse ist ein sehr spannendes kulturelles Ereignis, das Gelegenheit zu interessanten und manchmal unerwarteten Begegnungen bietet.

Unser Tipp: Nehmen Sie frühmorgens den Zug nach Frankfurt – die Buchmesse ist nur eine U-Bahn-Station vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt –  und nehmen Sie am Abend den letzten Zug zurück. 

Die am besten geeigneten Tage sind der 11., 12. oder 13. Oktober. Denn diese Tage sind für das Fachpublikum reserviert und das Angebot ist dementsprechend interessanter. Eine Eintrittskarte wird Ihnen jeder Buchhändler in Deutschland gerne besorgen.

Übrigens: Auch eines unserer Mitglieder - der Morstadt-Verlag aus Kehl - ist Aussteller bei der Frankfurter Buchmesse (Halle 3) und der Autor und Kabarettist Martin Graff, den einige unserer Mitglieder bereits m Rahmen unserer Weihnachtsfeier 2014 "erleben" konnten, wird am Mittwoch, den 11.10. am Stand des Morstadt-Verlages präsent sein und sein neues Buch mit dem Titel "Gedankenschmuggel. France-Deutschland" vorstellen. 

(Michael Holzhauser).

 

Der Deutsch-Französischer Preis der Kultur- und Kreativwirtschaft soll die Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Unternehmen fördern. Er zeichnet Personen, Unternehmen und Institutionen aus, die sich durch ein deutsch-französisches Engagement in einem der acht Sektoren der Medien- und Kulturwirtschaft hervorgetan haben: Musikedition, Film, Digitalmedien, Buch, Presse, Design, Mode, Kulturhandel / Luxus.

Am 28.6. fand in den Räumen der Sparkasse Hanauerland in Kehl eine Informationsveranstaltung des „Club d’Affaires franco-allemand du Rhin-Superieur-Oberrhein“ (CAFA-RSO) zum Thema der neuen Regelungen des französischen Entsendegesetzes statt, zu der Jutta Grandjean als stv. Vorstandsvorsitzende der Sparkasse die über 80 Gäste begrüßte. 

Aufgrund der regelmäßigen grenzüberschreitenden Tätigkeit im Einzugsbereich des CAFA RSO sind insbesondere deutsche Firmen, die in Frankreich durch Dienstleistungserbringung tätig werden, von den Regelungen betroffen.

Anwälte der auf das Gebiet der deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen spezialisierten Anwaltskanzlei Valoris Avocats, Annette Ludemann-Ober und Xavier Duquenne, berichteten von den vier Rechtsgebieten, deren Bestimmungen im Falle der internationalen Arbeitnehmermobilität zu beachten sind.

Neben der Frage der Einwanderungsbestimmungen (hier grundlegendes Kriterium Staatsbürgerschaft) gilt es bei jedem Einsatz alle relevanten Fragen des Arbeitsrechts, des Sozialversicherungsrechts und des Steuerrechts zu stellen und zu beantworten.

Was ursprünglich auf EU-Ebene dazu konzipiert wurde, Dumpinglöhne und Ausbeutung ausländischer Arbeitnehmer einzudämmen, hat sich nach Beobachtungen zweier betroffener Geschäftsfrauen aus Kehl zu einer Bürokratie-Krake entwickelt, welche den wirtschaftlichen Austausch von Leistungen im Grenzgebiet stark belastet und teilweise unmöglich macht.

Publikumsmeldungen bestärkten den Eindruck, dass dadurch seit Gültigwerden der neuen Bestimmungen Anfang Mai 2017 mehr als 50% des Frankreichgeschäftes einfach weggebrochen sind und Anfragen französischer Kunden vielfach ins Leere gehen.

Aktuell gibt es eine gemeinsame Petition der fünf betroffenen Industrie- und Handelskammern entlang des Oberrheins, für den gemeinsamen Wirtschaftsraum am Oberrhein Sonderregelungen zu schaffen. Ob die Regierung Macron dies aufgreift, ist derzeit noch unklar.

Der CAFA-RSO und die Anwaltskanzlei Valoris Avocats stehen allen Interessenten mit weitergehenden Informationen gerne zur Verfügung und unterstützen alle Bestrebungen, den Gedanken der deutsch-französischen Zusammenarbeit in unserer Region zu stärken. „Protektionismus und Nationalismus sind Feinde der Europäischen Union und müssen zugunsten eines gestärkten ‚Europas der Regionen‘ bekämpft werden“, faßte Dr. Marduk Buscher, Deutscher Co-Präsident des CAFA-RSO, das Anliegen des Vereins zusammen und bedankte sich bei allen Beteiligten des Abends, der in Zusammenarbeit mit Fiona Härtel, der Geschäftsführerin der Kehler Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs GmbH zustandegekommen war.

Interessierte können hier noch einmal die Präsentation von Frau Annette Ludemann-Ober und Xavier Duquenne nachlesen. 

Die Mittelbadische Presse berichtete am 6. Juli 2017 über die Veranstaltung („Beschäftigung mit Grenzen“, siehe (https://www.bo.de/lokales/kehl/beschaeftigung-mit-grenzen); ein weiterer Artikel mit dem Titel „Mitarbeiterentsendung über den Rhein: Schon kleine Warenlieferungen können zu hohen Strafen führen“ wurde am 4. Juli auf der Homepage der Stadt Kehl veröffentlich (http://www.kehl.de/stadt/verwaltung/stadtnachrichten/20170703b.php).

 

Das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e. V. hat den Ratgeber "Studieren in Frankreich" herausgebracht. 

Die Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sind auf dem Weg zur ersten europäischen Universität: Am 11. Mai 2016 wurde der grenzübergreifende Verbund „Eucor – The European Campus“ mit einem Festakt in Straßburg eröffnet.

Der European Campus in Zahlen: 5 Universitäten, 15.000 Forschende, 11.000 Doktoranden sowie 115.000 Studierende. Das Gesamtbudget der Partneruniversitäten beläuft sich auf 2,3 Mrd. Euro.

http://www.eucor-uni.org/de

 

 

 

 

Die Mittelbadische Presse hat in den letzten Wochen einige Artikel im Rahmen einer Serie "Arbeitsmarkt ohne Grenzen" veröffentlicht.

Hier die Links zu einigen Artikeln:

  

14. Februar 2017: Wie sich Ortenau und Elsass auf dem Arbeitsmarkt ergänzen

28. Februar 2017: "Wir leisten Pionierarbeit"

07. März 2017: Neuanfang im Nachbarland

 

 

Das 18. Treffen der Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs (CAFA) wird vom Club des Affaires de la Hesse (http://www.clubaffaires-hesse.de/) organisiert.
Merken Sie sich bereits den 22. und 23. Juni (Donnerstag/Freitag) vor!

 

Alle zwei Jahre veröffentlicht die Deutsch-Französisch-Schweizerische Oberrheinkonferenz die Broschüre „Oberrhein Zahlen und Fakten. Diese enthält zahlreiche Statistiken für das Oberrheingebiet.

Sie können die aktuelle Version auf der folgenden Seite downloaden: http://www.oberrheinkonferenz.org/de/wirtschaft/zahlenundfakten.html

 

 

Die Woche des europäischen Unternehmers 2016 findet dieses Jahr vom 14.-20. November 2016 statt. 
Das Programm ist jetzt auf der Webseite des Eurodistrikts online verfügbar unter http://eurodistrict.eu/de/aktuell/woche-des-europ%C3%A4ischen-unternehmers-2016
Am 16. November findet die vom CAFA RSO organisierte Podiumsdiskussion zum Thema „Für einen grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt - Stand und Perspektiven im 
Oberrhein“ statt.
 

Alle 2 Jahre befragt die deutsch-französische Handelskammer in Paris in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung EY rund 900 deutsche Unternehmen, die in Frankreich investiert haben. 

Die Ergebnisse der Studie finden Sie unter: 

https://www.francoallemand.com/fr/medias-presse/communique-de-presse-171016/

Die deutsch-französische Online-Plattform „Schulen – Unternehmen“ vereinfacht den Aufbau von Partnerschaften zwischen Schulen (Realschulen, allgemeinbildenden, technischen und beruflichen Gymnasien), Berufsschulen und Unternehmen, die auf dem französischen und deutschen Markt aktiv sind. 

Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.ee-francoallemand.com/de

Einen Artikel aus der AHK-Zeitschrift "Contact" über dieses Projekt finden Sie hier

 

das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. hat einen Grenzüberschreitenden Leitfaden für das Oberrheingebiet erstellt. Er beinhaltet 90 Adressen und Anlaufstellen. 

https://www.cec-zev.eu/de/startseite/

 

Das 17. Treffen der deutsch-französischen Wirtschaftsclubs findet vom 22. bis zum 24. September in Rennes statt. Das Programm und alle praktischen Informationen finden Sie unter: http://www.cafa-rencontres.fr/de

 

 

 

Am Donnerstag, den 25. Februar 2016 hat der CAFA in Zusammenarbeit mit den Kanzleien Menold Bezler Rechtsanwälte Stuttgart und deren französischer Partnerkanzlei Valoris Avocats Straßburg im Konferenzzentrum « Centre de Conférences de l’Aar » / Gebäude « La Carambole » in Strasbourg Schiltigheim eine Vortragsveranstaltung zum deutschen Vergaberecht organisiert. 

Dieses brandaktuelle Thema wurde von Dr. Karsten Kayser, der seit mehr als 10 Jahren im Bereich des deutschen Vergaberechts deutsche und internationale Mandanten betreut, vor einem Publikum von ca. vierzig Personen präsentiert.

Die Umsetzung der neuen EU-Vergaberichtlinien in deutsches Recht klärt einerseits bislang umstrittene Fragen und führt zu größerer Rechtssicherheit, während sie andererseits auch neue Fragen aufwirft. Auch die Trennung zwischen nationalen und europaweiten Vergaben sowie die hiermit verbundenen Schwierigkeiten bleiben bestehen.

Nachdem er die Grundstrukturen des deutschen Vergaberechts dargestellt und die wesentlichen Änderungen im Rahmen der Umsetzung der europäischen Richtlinien erläutert hatte, hat Herr Dr. Kayser die Aufmerksamkeit der Teilnehmer vor allem auch auf die zahlreichen Fallstricke, die es zu vermeiden gilt, und die Risiken für die bietenden Unternehmen gelenkt (so ist z.B. bei Verhandlung oder womöglich Änderung der Auftragsbedingungen durch den Bieter größte Vorsicht geboten, da es hier sehr leicht zu einem Ausschluss von dem Vergabeverfahren kommen kann).

Im Anschluss an den Vortrag haben die Teilnehmer die Gelegenheit zur Fragestellung an den Referenten rege genutzt und es kam zu einem interessanten und intensiven Austausch, der im Rahmen des anschließenden Cocktails weitergeführt werden konnte.

 

 

 

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ist am 25. Februar 2016 eine Frankreich-Beilage erschienen. Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer hat diese zusammen mit dem Verlag MANUAL MEDIA erstellt. Themen rund um Wirtschaft, Investitionen, Märkte und Reformen in Frankreich werden in diesem Dokument behandelt.

Das vollständige Dokuent finden Sie unter: http://frankreich.cps-projects.de/fileadmin/ahk_frankreich/Dokumente/media/Frankreich-Beilage-FAZ.pdf

 

 

 

Der deutsch-französische Wirtschaftsclub Oberrhein (CAFA RSO) hat nun auch eine Unternehmensseite auf LinkedIn: 

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Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Sie unserer Seite folgen würden. 

Der CAFA RSO ist übrigens auch auf den folgenden sozialen Netzwerken präsent: Twitter - Xing - Facebook

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